Betriebs- und Personalrätebefragung

Betriebs- und Personalrätebefragung GreBem - Gremienwahl und Betriebliches Eingliederungsmanagement

Aufbauend auf den Ergebnissen der Betriebs- und Personalräte-Befragung Gute Arbeit (BeGutA – 2024) führt das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg erneut in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin sowie dem DGB Berlin-Brandenburg eine regionale Befragung von Beschäftigtenvertretungen durch.

Das Forschungsprojekt „Betriebs- und Personalrätebefragung GreBem – Gremienwahl und Betriebliches Eingliederungsmanagement“ (GreBEM) untersucht in rechtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht Faktoren, die Mitbestimmung und Eingliederung Langzeiterkrankter in der Praxis beeinflussen. Die Ergebnisse der Befragung werden unter arbeitswissenschaftlichen, betriebsverfassungsrechtlichen und personalvertretungsrechtlichen Gesichtspunkten ausgewertet. Die Befragung auf bezirklicher Ebene baut auf die bisher einmalige Betriebs- und Personalrätebefragung BeGutA auf. Der Bezug auf die regionale politischen Einheit Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist dabei elementar und Ausgangspunkt für die Betrachtung regionaler Anforderungen durch Beschäftigtenvertretungen.

Das Forschungsprojekt wird durchgeführt in Kooperation zwischen

Fragebogen GreBEM zum Download

  • Fragebogen Betriebs- und Personalrätebefragung GreBEM

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Berichterstattung BeGutA

Friedrichshain-Kreuzberg: Gute Arbeit im Viertel
Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat eine bisher einmalige Befragung von Betriebsräten durchgeführt

Beitrag von Christian Lelek, Neues Deutschland, 14.04.2025

Einmal musste Romana Wittmer gemeinsam mit dem zuständigen Bezirksstadtrat vermitteln. Die Chefetage einer Firma aus Friedrichshain-Kreuzberg wehrte sich mit Macht gegen die Gründung eines Betriebsrats im Unternehmen. Die Beschäftigten, die sich in ihrem Recht auf ein Mitbestimmungsgremium im Betrieb eingeschränkt sahen, suchten Wittmer auf. Am Ende konnte die Unternehmensführung beschwichtigt und der Betriebsrat gewählt werden. Der existiert noch heute, sagt Wittmer, »und er läuft gut«.

(…)

Den vollständigen Beitrag finden Sie auf der Webseite des Neuen Deutschland.

Präsentation Ergebnisse und Diskussion Betriebs- und Personalrätebefragung Gute Arbeit

Im Rahmen einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung im Netzwerk Gute Arbeit am 07. April 2025 stellte Aslı Karaman, Studentin des Wirtschaftsrechts an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, zentrale Ergebnisse der Befragung vor.

In seinem Grußwort erinnerte Max Kindler, Stadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit, daran, dass das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg es sich bereits 2020 ausdrücklich zum Ziel gesetzt hat, Betriebsräte zu unterstützen und die Zahl der Betriebsratsgremien im Bezirk zu erhöhen. Deswegen sei es auch nur folgerichtig mit einer eigenen, wissenschaftlich durchgeführten Befragung die konkreten Interessen, Anliegen und Anforderungen der Beschäftigtenvertretungen zu erfragen.

33 Beschäftigtengremien – 23 Betriebsräte, 9 Personalräte und eine Mitarbeitervertretung – beteiligten sich an der Befragung, die insgesamt mehr als 36.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertreten. Die Gremien diskutieren eine Vielzahl von Themen und wünschen sich dabei gleichzeitig eine stärkere kommunale Unterstützung. Zu diesen Themen zählen insbesondere: Einführung neuer Technologien, Einführung neuer Technologien und flexible Arbeitszeiten. Die Hälfte der befragten Beschäftigtenvertretungen berichtet von Hindernissen bei der Nutzung ihrer rechtlichen Instrumente. Das reicht von unzureichenden Ressourcen, Behinderungen durch den Arbeitgeber, Verzögerungstaktiken bis hin zur Behinderung von Betriebsratswahlen.

Die Projektpartner, Prof. Dr. Martin Heckelmann (HTW Berlin) und Daniel Wucherpfennig (DGB Berlin-Brandenburg), lobten im Anschluss ausdrücklich die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt und die innovative Projektidee.

Sowohl aus Perspektive der Rechtswissenschaften wie auch der gewerkschaftlichen Diskussion sind die konkrete Bedarfe als Faktoren zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung im kollektiven und individuellen Arbeitsrecht sehr interessant. In der anschließenden Diskussion wurden viele über die eigentliche Studie hinausgehende Fragen angesprochen:
  • Sprachbarrieren und die Verfügbarkeit von englischsprachigen Gesetzestexten im Arbeitsrecht
  • die Möglichkeiten einer individuellen Rechtsanlaufstelle für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
  • Erfahrungen mit der innerbetrieblichen Öffentlichkeitsarbeit und Know-How zur besseren Sichtbarkeit der Gremienarbeit.
Im Vorfeld der regulären Betriebsratswahlen vom 01. März bis 31. Mai 2026 wird das Bezirksamt in einer wichtigen Rolle zur Neu- und Wiederwahl von Betriebsratsgremien gesehen. Folgende Elemente wurden in der Diskussionsveranstaltung benannt:
  • öffentliche Informationen und der Aufruf zur Beteiligung an den Betriebsratswahlen
  • Bereitstellung eines Informationsangebots „Wie gründe ich einen Betriebsrat?“
  • aktive Bereitstellung von Informationen zu den Betriebsratswahl in Unternehmen, die über Vergaben, Zuwendungen, Leistungsverträge o.ä. öffentliche Mittel erhalten
  • die Möglichkeit, über einen Betriebs- und Personalräte-Preis Sichtbarkeit für diese wichtige ehrenamtliche Tätigkeit herzustellen.
  • BeGutA - Max Kindler

    Grußworte Max Kindler, Bezirksstadtrat

  • BeGutA - interessierte Gäste

    Etwa 25 interessierte Gäste

  • BeGutA - Dank an die Projektpartner

    Dank an die Projektpartner von DGB und HTW Berlin

  • BeGutA - Referentin Asli Karaman

    Asli Karaman referiert die Ergebnisse der Befragung

  • Präsentation Ergebnisse BeGutA

    Betriebs-und Personalräte-Befragung Gute Arbeit

Zentrale Ergebnisse der Betriebs- und Personalrätebefragung Gute Arbeit (BeGutA)

Im Herbst 2024 führte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin sowie dem DGB Berlin-Brandenburg die erste regionale Befragung von Beschäftigtenvertretungen durch.

33 Beschäftigtengremien – 23 Betriebsräte, 9 Personalräte und eine Mitarbeitervertretung – beteiligten sich an der Befragung, die insgesamt mehr als 36.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertreten.

Die Gremien diskutieren eine Vielzahl von Themen und wünschen sich dabei gleichzeitig eine stärkere kommunale Unterstützung. Zu diesen Themen zählen insbesondere: Einführung neuer Technologien, Einführung neuer Technologien und flexible Arbeitszeiten.

Die Hälfte der befragten Beschäftigtenvertretungen berichtet von Hindernissen bei der Nutzung ihrer rechtlichen Instrumente. Das reicht von unzureichenden Ressourcen, Behinderungen durch den Arbeitgeber, Verzögerungstaktiken bis hin zur Behinderung von Betriebsratswahlen.

Diese und weitere Ergebnisse finden Sie in der Pressemitteilung sowie Präsentation und dem Working Paper anbei.

  • Präsentation Ergebnisse BeGutA

    PDF-Dokument (622.4 kB)
    Dokument: Asli Karaman

  • Working paper Ergebnisse BeGutA

    PDF-Dokument (152.3 kB)
    Dokument: Asli Karaman

  • PM BeGutA Befragung Ergebnisse

    PDF-Dokument (211.5 kB)

Aufruf zur Teilnahme an der Befragung

An Betriebsräte, Personalräte und Mitarbeitervertretungen in Friedrichshain-Kreuzberg

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir wenden uns heute an Sie mit einem Anliegen zur gemeinsamen Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Friedrichshain-Kreuzberg. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg führt die bundesweit erste regionale Befragung von Betriebsräten, Personalräten und Mitarbeitervertretungen durch. Die Studie untersucht Faktoren, die gute Arbeit aus Sicht der Arbeitnehmenden in einem großstädtischen Milieu ausmachen. Darüber hinaus werden Anforderungen und Beziehungen regionaler Beschäftigtenvertretungen und kommunaler Verwaltung beleuchtet. Wir bitten Sie um Ihre Beteiligung! Bitte senden Sie den ausgefüllten Bogen zurück bis zum 18. Oktober 2024. Vielen Dank!

  • Anschreiben Beteiligung BeGutA Befragung

    PDF-Dokument (249.9 kB)

Fragebögen zum Download

  • 2024-09 Fragebogen BeGutA Personalräte Formular zum Ausfüllen

    PDF-Dokument (779.0 kB)

  • 2024-09 Fragebogen BeGutA Betriebsräte Formular zum Ausfüllen

    PDF-Dokument (780.3 kB)

  • 2024-09 Fragebogen BeGutA MAV Formular zum Ausfüllen

    PDF-Dokument (802.5 kB)

Fragen und Antworten zum Forschungsprojekt BeGutA

  • Wie können Betriebsräte, Personalräte und Mitarbeitervertretungen an der Umfrage teilnehmen?
    • Der Fragebogen liegt als ausfüllbares PDF-Formular in drei Varianten für Betriebsräte, Personalräte und Mitarbeitervertretungen vor.
    • Die Fragebögen stehen als PDF-Formular zum Download auf der Webseite des Bezirksamts.
    • Zur Teilnahme wählen Sie bitte den für Ihr Gremium passenden Fragebogen und nutzen Sie für Ihren Betrieb bzw. Dienststelle das per E-Mail versandte Kürzel. Das Kürzel dient der Identifikation des Betriebs/Dienststelle und der Verhinderung von doppelt abgegebenen Antworten.
    • Betriebsräte oder Personalräte, die kein Kürzel haben, melden sich bitte direkt bei der Ansprechpartnerin Frau Karaman, um ein Kürzel zu erhalten.
    • Bitte füllen Sie den Bogen vollständig aus. Bitte speichern Sie den ausgefüllten Bogen ab und senden Sie ihn an gute-arbeit@ba-fk.berlin.de
    • Alternativ bieten wir ein Telefoninterview oder einen Umfragebogen per Post an. Bitte kontaktieren Sie dafür die Ansprechpartnerin Frau Karaman.
    • Bitte senden Sie den ausfüllten Bogen zurück bis zum 18. Oktober 2024. Vielen Dank!
  • Was will das Forschungsprojekt BeGutA?

    Das geplante Forschungsprojekt „Betriebsrätebefragung Gute Arbeit“ (BeGutA) untersucht in rechtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht Faktoren, die gute Arbeit aus Sicht der Arbeitnehmenden in einem großstädtischen Milieu ausmachen. Die Ergebnisse der Befragung werden unter arbeitswissenschaftlichen, betriebsverfassungsrechtlichen und personalvertretungsrechtlichen Gesichtspunkten ausgewertet. Die angedachte Betriebs- und Personalräte-Befragung auf bezirklicher Ebene ist bisher einmalig. Der Bezug auf die regionale politischen Einheit Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist dabei elementar und Ausgangspunkt für die Betrachtung regionaler Anforderungen an Gute Arbeit und die Interessen der Beschäftigten.

  • Welche Fragen werden im Forschungsprojekt bearbeitet?
    Das Forschungsprojekt BeGutA verfolgt diese erkenntnisleitenden Fragen:
    • Welche Probleme und Sorgen benennen die Beschäftigtenvertretungen, zu welchen Themen werden innerbetriebliche Diskussionen geführt?
    • Welche Erwartungen und Anforderungen ergeben sich daraus gegenüber dem Bezirksamt als kommunaler Verwaltung? Welche Themen werden gegenüber der Bezirkspolitik adressiert? Welche Stellschrauben sehen die Beschäftigtenvertretungen für das Bezirksamt zum Wirken für mehr Gute Arbeit?
    • Wie ist die Rechtstatsachenlage bei den Beschäftigtenvertretungen? Welche betriebsverfassungs- und personalvertretungsrechtlichen Möglichkeiten werden für die Verbesserung der Arbeitssituation genutzt und wie effektiv ist ihr Einsatz?
    • Wie viele und welche Arbeitnehmer*innen repräsentieren die im Betriebs- und Personalräte-Netzwerk vertretenen Beschäftigtenvertretungen?
  • Wie ist der Fragebogen entstanden?

    Mittels einer Befragung soll die Expertise der Beschäftigtenvertreter*innen genutzt werden, um das Engagement für Gute Arbeit in Friedrichshain-Kreuzberg zu stärken. Die Befragung basiert auf einem Fragebogen, der sich an Teile der bundesweiten Betriebs- und Personalräte-Befragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) anlehnt, und wird um Fragen zu Rechtstatsachen ergänzt

  • Wann gibt es die Ergebnisse der Studie?

    Die Ergebnisse der Studie werden auf der Webseite des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin veröffentlicht. Mit den Ergebnissen ist etwa im Ersten Quartal 2025 zu rechnen. Zudem werden die Angaben so ausgewertet und analysiert, dass aus den Ergebnissen nicht nachvollziehbar ist, von wem die Angaben stammen und auf welchen Betrieb oder welche Dienststelle sie sich beziehen. So werden die Antworten vieler Betriebs- bzw. Personalräte immer nur gemeinsam dargestellt.

  • Woher haben wir die Adressen?

    Die Adressdaten des Betriebes bzw. der Dienststelle wurden im Rahmen des bezirklichen Betriebs- und Personalräte-Netzwerks gesammelt. Die Adressdaten sind öffentlich. Personenbezogene Daten werden im Betriebs- und Personalräte-Netzwerk nur nach Einwilligung aufgenommen.

  • Ist die Teilnahme freiwillig?

    Die Teilnahme ist freiwillig, für die Studie aber wichtig. Durch eine Nicht-Teilnahme entstehen keine Nachteile. Das Einverständnis zur Studienteilnahme kann auch jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bisherigen Datenverarbeitung bleibt hiervon unberührt. Selbstverständlich können auch einzelne Fragen unbeantwortet bleiben. Die Ergebnisse der Befragung werden ausschließlich ohne Bezug auf den Betrieb/ die Dienststelle dargestellt. Mithin kann niemand aus den Ergebnissen erkennen, von welcher Person oder für welchen Betrieb/ welche Dienststelle diese Angaben gemacht worden sind. Es erfolgt keine Weitergabe von Daten, die die Person bzw. den Betrieb/ die Dienststelle erkennen lassen, an Dritte.

Kooperationspartner*innen