Dass der Ausbau von Solarenergie absolut notwendig ist, steht außer Frage. Dennoch gibt es in der Branche menschenrechtliche und ökologische Herausforderungen, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen – allen voran die Zwangsarbeit in Xinjiang, die in vielen Solar-Lieferketten eine Rolle spielt.
Mit einem neuen Rechtsgutachten (Stand 2026) zeigt der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, wie öffentliche Beschaffung fairer werden kann. Die rechtliche Einordnung zeigt klar, wie öffentliche Auftraggeber Zwangsarbeit in globalen Lieferketten begegnen können. Im Fokus stehen dabei insbesondere das für die Produktion von Solarmodulen verwendete Polysilizium.
Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass vergaberechtliche Spielräume für höhere Anforderungen an Transparenz, Nachweise und menschenrechtsbezogene Kriterien bestehen. Ziel ist es außerdem, europäische Rohstofflieferketten zu stärken.