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Veranstaltungen 2018

21. 11. 2018: Öffentlicher Film- und Diskussionsabend - Welcome to Sodom, dein Smartphone ist schon hier! mit Otmar Deubzer von der United Nations University

Welcome to Sodom
Bild: Camino Filmverleih

Die Bezirksämter Friedrichshain – Kreuzberg und Neukölln laden gemeinsam mit WEED e.V. zum öffentlichen Film- und Diskussionsabend „Welcome to Sodom – dein Smartphone ist schon hier“ von 19: 30 h – ca. 22h im Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22, 10967 in Berlin Kreuzberg ein.

Der Dokumentarfilm „Welcome to Sodom“ lässt die Zuschauer hinter die Kulissen einer der größten Müllhalden Afrikas blicken, auf der auch E-Schrott aus der EU landet und portraitiert die Menschen, die die Hinterlassenschaften der digitalen Revolution beseitigen. Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektro-schrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände und Schicksale von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wert-schöpfungskette stehen. Die Müllhalde von Agbogbloshie wird höchstwahrscheinlich auch letzte Destination für einen Teil der Tablets, Smartphones und Computer sein, die wir morgen kaufen!

Im Anschluss an den Film möchten wir mit dem Publikum und unserem Gast Dr. Otmar Deubzer von der United Nations University, die den Global E-Waste Monitor erstellt, die ökonomischen und politischen Ursachen des illegalen Handels mit Elektroschrotts sowie die fatalen Folgen der unsachgemäßen Entsorgung auf Mensch und Umwelt diskutieren. Vor diesem Hintergrund wollen wir auch unsere eigene Rolle als Konsument*in und Entsorger*in von Handys, Lap Tops und Co beleuchten und individuelle sowie institutionelle Handlungsansätze reflektieren.
Ort und Zeit: Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22 / 10967 Berlin, um 19:30h
Eintritt frei! Reservierung ab 18.10.2018 unter: 030 692 47 85 (Kinokasse)

14. 09. 2018: Produzent*innengespräch „Perspektivwechsel - Die Wirkung des Fairen Handels aus der Sicht der peruanischen Kooperative NORANDINO“

Im Rahmen der Fairen Woche 2018 laden die Bezirksämter Friedrichshain – Kreuzberg und Neukölln sowie die Fairhandels – Genossenschaft Ethiquable dazu ein, mit der Kaffee – und Kakaokooperative NORANDINO und dem Forum Fairer Handel über die Wirkungen des Fairen Handels im Globalen Süden zu diskutieren.

Hintergrund:
Immer mehr Kommunen bekennen sich öffentlich zu den Zielen des Fairen Handels und eine wachsende Zahl von Personen entscheidet sich dazu, beim Einkauf auf fair gehandelte Produkte zurückzugreifen. Dennoch bestehen nach wie vor Zweifel und Vorbehalte gegenüber Siegeln und Zertifikaten: Inwiefern profitieren die Produzent*innen in finanzieller und sozialer Hinsicht tatsächlich vom Fairen Handel? Welche Herausforderungen birgt der Zertifizierungsprozess für Kleinbäuer*innen?
Diese Fragen werden mit Klehber Cruz Zurita und Raúl Calle Pintado, Präsident und Geschäftsführer der Kooperative NORANDINO und Manuel Blendin vom Forum Fairer Handel diskutiert. Zudem wird das Potenzial des Fairen Handels zur Stärkung der Wiederstandsfähigkeit gegen den Klimawandel reflektiert.

Wann und Wo?
Am 14. September von 17 – 19h in der Dachetage des Friedrichshain – Kreuzberg – Museums, Adalbertstraße 95a, 10999 Berlin

Anmeldungen bis zum 11. September 2018 bitte an:
helena.jansen@ba-fk.berlin.de

Wer ist Noradino?
NORANDINO wurde im Jahr 1995 von 200 Kleinbäuer*innen gegründet und ist inzwischen zu einem Verband von mehr als 7000 Familien angewachsen, die in der Sierra Piura leben, dem Teil der Anden im äußersten Norden von Peru. NORANDINO stützt sich seit vielen Jahren auf den Fairen Handel und die Zusammenarbeit mit ETHIQUABLE und anderen Import-Organisationen wie der GEPA, um eine stabile Basis zu schaffen und ihr alternatives Handelsmodell auszubauen. NORANDINO ist sowohl Fairtrade-, als auch biozertifiziert und Mitgründer des „Símbolo de los pequeños productores“ – ein von den Produzent*innen selbst initiiertes Siegel mit eigenen Standards.
Die Veranstaltung findet in deutscher und spanischer Sprache statt und wird von Kristina Utz vom Verein Fairbindung e.V. moderiert.

20.07.2018: Auszeichnung als Fairtrade-Town

Fairtrade-Town
Bild: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat sich in den letzten Jahren intensiv im Fairen Handel engagiert: es wurden entwicklungspolitische Kinoabende organisiert, Bildungsangebote für Mitarbeitende gemacht, die Berliner Kampagne „Berliner Sport – Rund um Fair“ mitinitiiert und erste Schritte in Richtung einer sozial – nachhaltigen Beschaffung gegangen.

Daher hat sich der Bezirk am Freitag, 20. Juli 2018, von Transfair e.V. als Fairtrade-Bezirk auszeichnen lassen. Zu diesem Anlass wurde mit allen Fairhandels-Aktiven aus Friedrichshain-Kreuzberg und mit Interessierten aus ganz Berlin das Thema Fairer Handel im Rahmen kurzer Inputs reflektiert und anschließend mit Begleitung der nicaraguanischen Band Xolotlán bei einem öko-fairen Imbiss gefeiert.

08.05.2018: Öffentliche Kino- und Diskussionsveranstaltung im Moviementokino: Landraub - Das Grüne Gold

Das Grüne Gold
Äthiopien – ein hungerndes Land wird zum globalen Getreidelieferanten. © Neue Visionen Filmverleih
Bild: Neue Visionen Filmverleih

Ort: Moviementokino, Kottbusser Damm 22 / 10967 Berlin
Zeit: 19:30 – 22h
Reservierungen ab 16. April 2018 unter 030 692 47 85 (Kinokasse)

In den vergangenen zehn Jahren wurden gigantische Ausmaße an Ackerland an Großinvestoren verkauft oder verpachtet. Diese nutzen das Land hauptsächlich für die Produktion von Nahrungsmitteln und Energiepflanzen für den Export oder als reines Spekulationsobjekt. Die Auswirkungen des Ansturms auf Ackerland für die Menschen in den sogenannten „Entwicklungsländern“ sind jedoch gravierend: die Betroffenen verlieren durch die Land Deals den für ihre Ernährungsgrundlage wichtigen Zugang zu Land und Wasser, Armut verschärft sich.

So wird der Bevölkerung der Boden schlichtweg unter den Füßen weggerissen, denn die Besitzrechte für die lokale Bevölkerung sind oftmals schwach, wohingegen die Sicherheiten für die Investoren stark sind. Aber auch in Deutschland kämpfen Bäuer*innen gegen die Folgen von Landkonzentration, Lohn- und Preisdumping und unsichere Pachtverträge. In vielen Fällen werden Menschen von dem Land, das sie über viele Jahre bewohnt und bewirtschaftet haben, vertrieben.

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg setzt sich im Rahmen der Initiative „Friedrichshain-Kreuzberg wird fair!“ weltweit für gerechtere Handels – und Arbeitsbedingungen ein. Aus diesem Grund lädt das Bezirksamt gemeinsam mit dem entwicklungspolitischen INKOTA-netzwerk zum öffentlichen Film- und Diskussionsabend “Landraub – Das Grüne Gold“ von 19: 30 h – ca. 22h im Moviementokino in Berlin Kreuzberg ein.

In seinem Dokumentarfilm untersucht der Regisseur Joakim Demmer den kommerziellen Ansturm auf die Ressource Ackerland am Beispiel von Äthiopien. Gemeinsam mit dem Umweltjournalisten Argaw bereist er das Land und besucht Bäuer*innen, die Opfer dieser modernen Form des Kolonialismus wurden. Zugleich untersucht der Film auch, welche Verantwortung ein Akteur wie die Weltbank für das Land Grabbing trägt. Im Anschluss an den Film möchten wir mit dem Publikum, unseren Gästen Jan Urhahn, (INKOTA-netzwerk) und Julia Bar Tal vom Hof Bienenwerder (angefragt) Hintergründe und Konsequenzen von Land Grabbing weltweit sowie Forderungen an Politik und Wirtschaft diskutieren.

Diese Veranstaltung wird gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Servicestelle Kommunen in der Einen Welt- Programms mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sowie durch das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin.