Fahrradstraße Rigaer Straße

Für die Rigaer Straße sind Maßnahmen geplant, um die Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität spürbar zu verbessern. Als ausgewiesene Fahrradstraße weist sie derzeit in mehreren Abschnitten deutliche Defizite auf, die insbesondere für Radfahrende, aber auch für Fußgänger:innen und den motorisierten Verkehr zu gefährlichen Situationen führen und die Verkehrssicherheit einschränken.

Ein zentrales Problem ist die zu geringe nutzbare Breite der Fahrbahn. Der geltende Leitfaden für Fahrradstraßen sieht eine Mindestbreite 5,5 Metern vor. In der Rigaer Straße sind es aber nur 4,80 Meter. In der Praxis führt dies zu gefährlichen Situationen: Wenn Pkw oder insbesondere größere Fahrzeuge wie Transporter die Fahrradstraße befahren, ist ein sicheres Nebeneinanderfahren oder Überholen oft kaum möglich. Auch Begegnungen zwischen Kfz und Radfahrenden sowie zwischen Kfz untereinander verlaufen aufgrund der Enge häufig kritisch. Parkende Autos behindern außerdem oft die Sicht, wenn Fußgänger*innen über die Straße gehen möchten.

Ein weiteres wesentliches Problem ist der hohe Anteil an Kfz-Durchgangsverkehr. Verkehrszählungen aus dem Jahr 2025 zeigen, dass die Straße deutlich stärker vom Kfz-Verkehr genutzt wird als für eine Fahrradstraße vorgesehen. An den untersuchten Kreuzungen wurden zwei- bis dreimal so viele Kfz wie Fahrräder gezählt. Dieses Verhältnis ist für eine wichtige Fahrradverbindung nicht zufriedenstellend und mindert sowohl die Sicherheit als auch die Attraktivität für den Radverkehr erheblich.

Vor diesem Hintergrund sind entlang der gesamten Straße Maßnahmen notwendig, um den Durchgangsverkehr wirksam zu reduzieren und die Straße für Radfahrende attraktiver zu gestalten. Ziel ist es, ein sicheres und komfortables Vorankommen für alle Verkehrsteilnehmenden zu ermöglichen.

Die geplanten Maßnahmen werden in zwei Stufen umgesetzt:

In der ersten Stufe werden gegenläufige Einbahnstraßen eingeführt. Das soll den Durchgangsverkehr deutlich reduzieren sowie den Verkehrsfluss klarer strukturieren.

In der zweiten Stufe ist eine Änderung der Parkordnung vorgesehen. Dabei soll das derzeitige Senkrechtparken abschnittsweise in Längsparken umgewandelt werden. Dies schafft mehr nutzbare Fahrbahnbreite und verbessert die Sichtverhältnisse. Die Umsetzung erfolgt abschnittsweise im Zuge der Einführung der Parkraumbewirtschaftung ab Ende 2026 und voraussichtlich fortführend im Jahr 2027.

Durch die Kombination dieser Maßnahmen sollen die bestehenden Defizite – insbesondere die geringe Breite und der hohe Durchgangsverkehr – gezielt behoben werden.

In dieser Präsentation können Sie sich im Detail darüber informieren, welche konkreten Veränderungen geplant sind und wie diese zur Verbesserung der Verkehrssituation beitragen.

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