Verlegung von 20 Stolpersteinen in Friedrichshain-Kreuzberg
Pressemitteilung Nr. 107 vom 02.04.2026
An verschiedenen Stellen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg werden Stolpersteine verlegt. Mit den Stolpersteinen wird am letzten freiwillig gewählten Wohnort an Menschen erinnert, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Im Bezirk sind bereits ca. 1.100 Stolpersteine verlegt.
Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann: „Diese 20 Stolpersteine stehen für 20 Leben, die gewaltsam aus unserer Gemeinschaft gerissen wurden. Ihnen heute wieder einen Platz in unserer Stadt zu geben, ist ein Zeichen von Respekt und Verantwortung.“
- Wann? Dienstag, 14. April 2026, ab 10.10 Uhr
- Wo? Höchste Straße 4, 10249 Berlin, sowie sechs weitere Orte im Bezirk
Für die Familie Goldstrom werden in der Höchsten Straße 4 (gegenüberliegende Straßenseite) in Friedrichshain acht Stolpersteine verlegt. Es wird damit erinnert an: Sally, Liesbeth, Ulrich, Irene, Dieter, Berto, Gittel und Aron Goldstrom.
In der Kochhannstraße 22 wird 12.30 Uhr mit der Verlegung eines Stolpersteines an Hermann Blau erinnert.
Für Dr. Max Lewy wird 13.05 Uhr in der Graudenzer Straße 8 ein Stolperstein verlegt und 13.25 Uhr in der Graudenzer Straße 2 wird mit der Verlegung eines Stolpersteines die Erinnerung an Meta Tann wachgehalten.
Zur Erinnerung an Hans und Hertha Wollmann werden in der Schlesischen Straße 22 in Kreuzberg um 14:10 Uhr zwei Stolpersteine verlegt. Die Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann nimmt an dieser Verlegung teil.
In der Blücherstraße 61 b werden 15.30 Uhr die Stolpersteine für Denny und Alex Deutsch, Luise und Siegbert Cohn, die durch Unterspülung gelöst waren, wieder eingesetzt.
Mit der Verlegung eines Stolpersteines um 16 Uhr am Mehringdamm 62 wird Hermann Hippmann gedacht.
An Edith Polak und Martha Fliess wird am Mehringdamm 88 um 16.20 Uhr mit der Verlegung von Stolpersteinen erinnert.
Recherche und biografische Zusammenstellung: Christiana Hoppe, Stolperstein-Initiative Friedrichshain-Kreuzberg und für den Stolperstein für Hermann Hippmann: Linda Verdier, geb. Hippmann.
Stolpersteine, deren Verlegung von Angehörigen oder Nachfahren von Opfern des Nationalsozialismus initiiert wird, finanziert seit 2017 das Bezirksamt. Dieses Vorgehen hat die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg mit einem Beschluss (DS/0417-15/V) bekräftigt.
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