Ausblick auf die Projekte des Straßen- und Grünflächenamtes: Klimaanpassung, Entsiegelung und Verkehrsberuhigung im Bezirk
Pressemitteilung Nr. 40 vom 09.02.2026
Das Straßen- und Grünflächenamt plant für das Jahr 2026 die Umsetzung mehrerer Maßnahmen zur nachhaltigen und klimaangepassten Weiterentwicklung des öffentlichen Raumes. Angesichts einer chronisch unterfinanzierten Grünunterhaltung und begrenzter Haushaltsmittel kommt der Einwerbung von Fördermitteln sowie der Umsetzung bereits beschlossener Projekte eine besondere Bedeutung zu.
Annika Gerold, Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung und Umwelt: „Die Folgen der Klimakrise sind in unserem Bezirk längst spürbar – durch Hitze und Starkregen. Hinzu kommen Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum. Auch in 2026 investieren wir gezielt in mehr Verkehrssicherheit, mehr Aufenthaltsqualität und eine bessere klimaökologische Resilienz unserer Straßen und Grünanlagen. Fördermittel ermöglichen es uns, Maßnahmen umzusetzen, die aus dem regulären Haushalt allein nicht finanzierbar wären, weil der Senat uns hier chronisch unterfinanziert.“
Ein Schwerpunkt liegt auf der Verkehrsberuhigung im Friedrichshainer Laskerkiez. Ziel ist es, den Durchgangsverkehr im gesamten Kiez zu verringern und damit die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, insbesondere für Kinder, zu erhöhen. Durch die Öffnung des 16. Bauabschnitt des A100 hat der Durchgangsverkehr in diesem Kiez in den letzten Monaten massiv zugenommen. Die Maßnahmen erfolgen entsprechend der Beschlusslage des Bezirks. Die Befahrbarkeit für den Busverkehr der BVG, insbesondere in der Persiusstraße sowie der westlichen Corinthstraße, ist weiterhin sichergestellt.
Ein weiteres zentrales Projekt ist die Entsiegelung und klimaangepasste Umgestaltung der Friedrichshainer Bödikerstraße. Nach Abschluss einer Hochbaumaßnahme wurde dort ein neuer Gehweg hergestellt sowie ein 4,70 Meter breiter Abschnitt der Fahrbahn saniert und eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Der verbleibende Teil der Fahrbahn wird mithilfe bereits eingeworbener KfW-Fördermittel entsiegelt. Die Maßnahmen stärken die Resilienz bei Starkregenereignissen, entlasten die Kanalisation und verbessern Mikroklima sowie Wasserverfügbarkeit im Boden.
Im Wrangelkiez haben bereits die Arbeiten für die ökologische Umgestaltung des Grünzugs Cuvry-/ Falckensteinstraße begonnen. Ziel ist die klimaangepasste Weiterentwicklung der bestehenden Grünanlagen durch eine Flächenneuordnung, umfangreiche Entsiegelungsmaßnahmen sowie ein integriertes Regenwassermanagement mit Versickerung. Ergänzend sind Wasserelemente geplant, die zur lokalen Abkühlung beitragen und das Mikroklima spürbar verbessern.
Ergänzend dazu setzt das Straßen- und Grünflächenamt 2026 weitere klima- und biodiversitätsfördernde Projekte um, die durch KfW-Fördermittel unterstützt werden. Hierzu zählen die Anlage extensiver Blühwiesen und die Erstellung standortangepasster Pflegekonzepte, die Aufwertung klimaresilienter Gehölzsäume in Parks, die Entwicklung sogenannter Piko-Parks aus wenig beanspruchten Nebenflächen sowie die Anschaffung technischer Ausstattung für eine ökologische und ressourcenschonende Pflege öffentlicher Grünflächen.
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