Historischer Rundgang und Ausstellungseröffnung: 70 Jahre Stadtteilbibliothek „Friedrich von Raumer“
Pressemitteilung Nr. 271 vom 02.09.2025
Die Stadtteilbibliothek „Friedrich von Raumer“ in der Kreuzberger Dudenstraße begeht in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Passend zum Tag des offenen Denkmals lädt die Bibliothek zu einem besonderen Programm ein: Ein Vortrag zur Geschichte des Hauses und der umliegenden Gebäude sowie eine Führung mit dem Architekten Thomas d’Halluin geben Einblicke in die bauliche und kulturelle Entwicklung des Standorts. Ergänzt wird das Jubiläum durch die Eröffnung der Ausstellung „70 Jahre Stadtteilbibliothek Friedrich von Raumer“.
- Wann? Samstag, 13. September 2025, 12 Uhr
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Wo? Stadtteilbibliothek „Friedrich von Raumer“, Dudenstraße 18-20, 10965 Berlin
Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.
Architekturgeschichtliche Bedeutung
Die Stadtteilbibliothek „Friedrich von Raumer“ wurde 1955 in einem von Max Taut (1884–1967) entworfenen Neubau eröffnet. Taut zählt wie sein Bruder Bruno zu den prägenden Vertretern des „Neuen Bauens“ im 20. Jahrhundert. Mit Gewerkschafts- und Schulbauten in Berlin setzte er Maßstäbe in moderner Architektur. Sein größter Auftrag entstand Ende der 1920er Jahre mit der heute nach ihm benannten Max-Taut-Schule in Lichtenberg. An der Dudenstraße realisierte er zwischen 1924 und 1926 zudem das „Verbandshaus der Deutschen Buchdrucker“ und im Jahr 1955 den Gebäudekomplex mit Wohnhochhaus, Ladenflächen und der Stadtteilbibliothek, der inzwischen unter Denkmalschutz steht.
Historische Wurzeln
Die Geschichte der Bibliothek reicht deutlich weiter zurück: Bereits 1850 wurde sie auf Initiative Friedrich von Raumers gegründet und gehört damit zu den ersten vier Volksbibliotheken in Berlin. Raumer (1781–1831), Jurist, Historiker und Politiker, setzte sich engagiert für das Volksbildungswesen und die Gründung öffentlicher Bibliotheken ein. Sein Wirken legte den Grundstein für die bis heute bedeutende Rolle der Stadtteilbibliothek in Kreuzberg.
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