Wettbewerb zeigt: SEZ-Erhalt und Wohnungsbau sind kein Widerspruch

Pressemitteilung Nr. 236 vom 25.07.2025

Am 17. Juli 2025 fand unter der Schirmherrschaft der WBM eine Jurysitzung statt, bei der fünf Planungsideen für den geplanten Wohnungsbau mit über 500 Wohnungen für das Areal des ehemaligen SEZ vorgestellt und bewertet wurden. Im Ergebnis der Punkteverteilung wurde eine Planung prämiert, die den kompletten Abriss des alten Gebäudes vorsah. Drei weitere Entwürfe sahen ebenfalls den Abriss des SEZ vor. Ein Entwurf hingegen sah vor, wichtige Bauteile des SEZ zu erhalten.

Dieser Entwurf konnte die Mehrheit der Jury nicht überzeugen, wurde jedoch vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg als herausragende Idee gewürdigt. Bezirksstadtrat Schmidt schlug der Jury vor, diesen Entwurf zu prämieren und die Machbarkeit eines Teilerhalts des SEZ weiterzuverfolgen. Im Ergebnis der Bewertung nach Punkten konnte sich der bestandsorientierte Entwurf nicht durchsetzen. Das prämierte Büro soll nun den Auftrag zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie für die städtebauliche Entwicklung des SEZ-Areals erhalten.

Florian Schmidt, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen, Kooperative Stadtentwicklung: „Mit großem Interesse hat das Bezirksamt den mutigen Entwurf zum Teilerhalt des SEZ studiert und kommt zu dem Ergebnis, dass Wohnungsbau und SEZ-Erhalt kein Widerspruch sind. Das Büro hat sich intensiv mit der Bausubstanz des SEZ auseinandergesetzt und kommt zu dem Ergebnis, dass diese weniger schlecht ist als angenommen. Mit dem Erhalt der Haupthalle und des Eingangsgebäudes blieben zwei ikonische Merkmale des SEZ erhalten. Der Entwurf ist zwar nicht perfekt, aber er hätte es verdient, weiter vertieft zu werden, da auch er die angestrebten 500 Wohnungen erreicht. Es ist weder baukulturell sinnvoll noch besonders demokratisch, nach Einreichung dieses qualitätvollen Konzeptes nun mit einem Kahlschlagkonzept weiterzuarbeiten, als wäre nichts gewesen. Ich fordere den Berliner Senat und die WBM auf, die Diskussion um den Erhalt des SEZ ergebnisoffen weiter zu führen und die Erkenntnisse des Wettbewerbs in die weitere planerische Auseinandersetzung mit dem SEZ-Areal einfließen zu lassen.“

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