Kürzungen beim Grünflächenamt sind eine Gefahr für das Stadtgrün
Pressemitteilung Nr. 219 vom 10.07.2025
Angesichts drohender Haushaltskürzungen steht die Pflege des Stadtgrüns in Friedrichshain-Kreuzberg auf dem Spiel – mit dramatischen Folgen für Mensch, Natur und Stadtklima. Schon heute ist der Fachbereich Grünflächen im Bezirk unterversorgt und in seiner Handlungsfähigkeit massiv eingeschränkt. Ein Großteil der ohnehin knappen Mittel fließt in die Reinigung. Für Pflege, Erhalt und Entwicklung der Grünflächen bleiben kaum Ressourcen. Allein im Volkspark Friedrichshain belaufen sich die Reinigungskosten auf 107.000 Euro im Jahr. Für die Bestandserhaltung, Pflege und Reinigung des Parks bräuchte das Bezirksamt einen mittleren sechsstelligen Betrag – weit mehr, als aktuell bereitsteht.
Annika Gerold, Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung und Umwelt: „Unsere finanziellen Handlungsspielräume sind bereits jetzt begrenzt. Wenn es zu weiteren Kürzungen kommt, droht ein schleichender Verfall der unserer bezirklichen Grünanlagen. Stadtgrün ist keine Nebensache: Es ist Erholungsraum, Klimaanlage, Lebensraum und sozialer Begegnungsort zugleich. Berlin braucht handlungsfähige Grünflächenämter, um diese Funktionen langfristig zu sichern. Ich appelliere daher dringlich an den Senat, weiter in die grüne Infrastruktur zu investieren für eine klimaresiliente und lebenswerte Stadt.“
Die Auswirkungen der Klimakrise machen eine intensive und vorausschauende Pflege dringender denn je. Längere Trockenperioden, Hitzewellen und Extremwetter setzen unseren Bäumen stark zu. Ohne gezielte Bewässerung, Nachpflanzungen und klimaangepasste Pflegemaßnahmen geraten Bäume, Wiesen und öffentliche Grünanlagen zunehmend unter Druck – mit direkten Auswirkungen auf das Stadtklima, die Lebensqualität und den Gesundheitsschutz der Bevölkerung.
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