Gedenken anlässlich des Workers' Memorial Day

Trauerkranz zum Gedenken an Arbeiter*innen die in beruflicher Tätigkeit verunglückt sind

Trauerkranz zum Gedenken an Arbeiter*innen die in beruflicher Tätigkeit verunglückt sind

Anlässlich des Workers‘ Memorial Day, der jährlich am 28. April an die Beschäftigten erinnert, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit durch Unfall oder Berufskrankheit ihr Leben verloren haben, veranstaltete das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg am selben Tag um 12 Uhr vor dem Rathaus Kreuzberg ein Gedenken.
Anlässlich einer bundesweiten Schweigeminute, für die insbesondere in der Bauwirtschaft die Baustellen für einen Moment ruhen, wurden vor dem Rathaus Kreuzberg Fahnen gehisst und der örtliche DGB-Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg legte einen Kranz nieder.

Rund 30 Teilnehmende des Gedenkens lauschten den Redebeiträgen der Redner*innen

Rund 30 Teilnehmende des Gedenkens lauschten den Redebeiträgen der Redner*innen

Verschiedene Redebeiträge zum Workers' Memorial Day

Die rund 30 Teilnehmenden des Gedenkens und vorbei gehende Passant*innen lauschten gespannt den Redebeiträgen anlässlich des Tages:

Pascal Meiser, direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für Friedrichshain-Kreuzberg und Prenzlauer Berg Ost sprach die geplanten Verschlechterungen im Arbeitsschutz an, nach denen Sicherheitsbeauftragte vielerorts abgeschafft werden sollen. Diese erfüllen gerade in kleinen Betrieben eine besonders wichtige Funktion und schützen Beschäftigte vor Unfällen.

Jörn Rieken vom DGB-Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg betonte, dass sich Arbeitsschutz direkt aus dem ersten Artikel des Grundgesetzes ableitet. Der Anspruch auf körperliche Unversehrtheit ist ein Grundrecht, das es zu schützen gilt.

Harald Henzel vom Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (LAGetSi) verwies auf die zentrale Rolle der Aufsichtsbehörden bei der Kontrolle von Arbeitsbedingungen und der Durchsetzung gesetzlicher Schutzstandards. Konsequente Kontrollen und die Beratung von Betrieben seien entscheidend, um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten präventiv zu vermeiden.

Informationsveranstaltung für Betriebs- und Personalräte

Bereits am Vormittag um 10 Uhr fand eine Informationsveranstaltung für Betriebs- und Personalräte sowie Berater*innen zum Thema „Nach dem Arbeitsunfall: Informationen, Rechte und Unterstützung“ in Zusammenarbeit mit der Berliner Beratungsstelle Berufskrankheiten und der Beauftragten für Gute Arbeit Romana Wittmer statt. Großes Thema waren u.a. der Umgang mit psychischen Belastungssituationen, darüber hinaus die Unterschiede zwischen Beamten und regulären Angestellten sowie die Herausforderungen im Nachweis, dass es sich um einen Unfall im beruflichen Kontext handelt. Auch ein praktischer Hinweis wurde hervorgehoben: das Kind auf dem Arbeitsweg zur Kita bringen steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Mehr Informationen sowie die Präsentation zum Download findet sich auf der Webseite hier: https://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/service-und-organisationseinheiten/arbeit-und-beschaeftigung/beauftragte-fuer-gute-arbeit/workers-memorial-day-1314160.php (Workers Memorial Day)