Was leistet das Bezirksamt im Jobcenter? Der Tag der Kommunalen Leistungen 2026
Bild: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Beim Tag der kommunalen Leistungen, der am 22. April 2026 bereits zum dritten Mal in Friedrichshain-Kreuzberg stattfand, kamen Kolleg*innen des Jobcenters sowie Ämter des Bezirksamts und Anbieter verschiedener kommunaler Leistungen zusammen.
Das Jobcenter Berlin Friedrichshain-Kreuzberg als gemeinsame Einrichtung der Bundesagentur für Arbeit und dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg bietet neben der Vermittlung in Arbeit und der Auszahlung der Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) eine Vielzahl sogenannter kommunaler Leistungen an, welche die Eingliederung in das Erwerbsleben unterstützen. Die bekanntesten Angebote sind die Schuldner- und Insolvenzberatung, die psychosoziale Beratung sowie die Suchtberatung. So widmet sich der Tag der kommunalen Leistungen genau diesen Schnittstellen: Mit dem Knüpfen von Kontakten, der Information über die verschiedenen Angebote und auch Zeit für Detailfragen im beim Markt der Möglichkeiten.
Der Tag begann mit Grußworten der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin und Stadträtin für Arbeit, Soziales und Bürgerdienste Regine Sommer-Wetter und dem Geschäftsführer des Jobcenters Berlin Friedrichshain-Kreuzberg Stephan Felisiak. Stephan Felisiak hob die Bedeutung des Paragraf 16a im SGBII hervor: Dieser bildet die rechtliche Grundlage für die kommunalen Leistungen, denen der Tag gewidmet wird. Regine Sommer-Wetter betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Jobcenter und Bezirksamt, was an der Integration von Beratungsangeboten im Bezirksamt sowie gemeinsamen Aktivitäten wie beispielsweise dem Karrieretag sichtbar wird.
Im Anschluss folgte ein fachlicher Input zu den Schnittstellen und Verantwortlichkeiten zwischen der Sozialen Wohnhilfe und dem Jobcenter aus beiden Perspektiven. In den nächsten Stunden fanden vertiefende Workshops zu Schuldner- und Insolvenzberatung, psychosozialer Beratung und sowie Alkohol- und Medikamentenberatung statt, die in zwei Durchläufen ihre Angebote vorstellten.
Während des gesamten Tages kamen im beim Markt der Möglichkeiten soziale Träger, Ämter des Bezirksamts, Personalrat und Jobcenter-Kolleg*innen an etwa 20 Ständen ins Gespräch: unter anderem von A „Anlaufstelle für Alleinerziehende in Friedrichshain-Kreuzberg“ über T wie „Teilhabefachdienst“ bis hin zu P wie „Psychosoziale Beratung“. Ein Quiz zu verschiedensten Themenbereichen rund um Bezirk und Jobcenter brachte die Teams in Wettkampflaune und auch für eine Runde Minitischtennis fand sich bei einigen Zeit.
Zum Schluss waren alle gespannt: Wer hat das Team-Quiz gewonnen? Wer kennt die eigene Behörde am besten? Ausschlaggebend war am Ende übrigens die Frage nach dem Migration-Pay-Gap, also dem Einkommensunterschied zwischen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte in Friedrichshain-Kreuzberg: Im Median landen bei Menschen mit Migrationsgeschichte über 500 Euro weniger netto im Geldbeutel. Dieses Ergebnis hat alle schockiert und machte zugleich die hohe Bedeutung von guter Arbeit sichtbar.