Unternehmensbesuch: Einblicke ins Headquarter von Liebeskind Berlin

Das Team von Liebeskind Berlin gemeinsam mit dem Besuch aus dem Rathaus

Das Team von Liebeskind Berlin gemeinsam mit dem Besuch aus dem Rathaus

Am 6. Mai 2026 besuchte Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Unternehmensbesuche das Headquarter der Marke Liebeskind Berlin an der Stralauer Allee. Gemeinsam mit Sara Renner von der bezirklichen Wirtschaftsförderung und Rolf Hempel vom Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverein (FKU) informierte sie sich über die Arbeit im kreativen Hauptquartier. Direkt am Osthafen in Friedrichshain gelegen, öffnete der Premiumhersteller für Lederwaren und Accessoires seine Türen für die Besuchergruppe aus dem Rathaus.

Steffen Mey, Managing Director, Marketing Managerin Sophie Bujakiewicz und Social Media Managerin Anna Balzter führten durch die lichtdurchfluteten Räumlichkeiten, die jedes modebewusste Herz höherschlagen lassen. Handtaschen, Geldbörsen, Gürtel, Uhren und Schmuck säumen den Weg bis zum Showroom – vorbei an Beschäftigten, die dort arbeiten, wo andere ins Träumen kommen.

„Im Moment arbeiten hier 41 Kreative. Gemeinsam entwickeln wir die Handtaschen und Produkte von morgen, stellen neue Kollektionen zusammen und kreieren Samples, die anschließend an funktionale Bedürfnisse angepasst werden“, erklärt Steffen Mey. Neben der Auswahl passender Materialien und Farben beschäftigen sich die Produktentwickler*innen und Designer*innen auch mit Recycling und neuen Materialmixen – und gestalten direkt am Spreeufer die Modewelt der Zukunft: „Am Ende jeder Entwicklung steht ein Premiumprodukt, das möglichst zeitlos Trends überdauert und darüber hinaus eine wertige Begleitung für die Träger*innen bleibt.“

Handtaschen und Lederwaren soweit das Auge reicht im Showroom des Herstellers

Handtaschen und Lederwaren soweit das Auge reicht im Showroom des Herstellers

Modewelt der Zukunft am Friedrichshainer Spreeufer

„Im Moment arbeiten hier 41 Kreative. Gemeinsam entwickeln wir die Handtaschen und Produkte von morgen, stellen neue Kollektionen zusammen und kreieren Samples, die anschließend an funktionale Bedürfnisse angepasst werden“, erklärt Steffen Mey. Neben der Auswahl passender Materialien und Farben beschäftigen sich die Produktentwickler*innen und Designer*innen auch mit Recycling und neuen Materialmixen – und gestalten direkt am Spreeufer die Modewelt der Zukunft: „Am Ende jeder Entwicklung steht ein Premiumprodukt, das möglichst zeitlos Trends überdauert und darüber hinaus eine wertige Begleitung für die Träger*innen bleibt.“

Ein Klassiker und Dauerbrenner unter den Handtaschen ist die Kayla Bag. Inspiriert von einer Bowlingtasche, zählt sie in zahlreichen Varianten zu den Bestsellern des Sortiments. Besonders beeindruckend ist ein übergroßes Exemplar, das während des Rundgangs sofort ins Auge fällt. Kaum enthüllt, sorgt die riesige „Ultra Bag Kayla“ für anerkennende „Ahhs“ und „Ohhhs“. Zum Vergleich werden auch die kleineren Modelle mit ihren charakteristischen röhrenförmigen Tragegriffen gezeigt. Die Riesenhandtasche mit enormem Fassungsvermögen kommt vor allem auf Messen und bei besonderen Veranstaltungen zum Einsatz.

Eine Idee, drei Gründer, die begeistern können

Die Geschichte von Liebeskind Berlin beginnt 2003: Die Zwillinge Julian und Johannes Rellecke gründeten gemeinsam mit ihrem Kommilitonen Semith Simek das Unternehmen. Julian arbeitete zuvor im Schuhgeschäft seiner Eltern in Münster (NRW) und übernahm nach seiner Ausbildung zum orthopädischen Schuhmacher fünf Filialen. Auf der Suche nach hochwertigen Taschen im mittleren Preissegment erkannte er eine Marktlücke, die er gemeinsam mit seinem Bruder und Semith Simek schloss. Nebenberuflich investierten die drei in ihre Idee, Taschen eines Designs in verschiedenen Farben und Materialien anzubieten – und eroberten damit zunächst Modemessen in Düsseldorf und später auch in Berlin.

„So begann die Erfolgsgeschichte – mit einer Idee und drei Gründern, die begeistern können“, so Steffen Mey. Seit 2011 ist Liebeskind Berlin Teil der S.Oliver Group. Während die Gründer Liebeskind Berlin weiterhin beratend begleiteten, bezog das Unternehmen im August 2016 sein heutiges Headquarter am Friedrichshainer Spreeufer.

„Für uns wurden damals zwei Büroloftetagen in diesem denkmalgeschützten ehemaligen Spreespeicher um- und ausgebaut“, berichtet Steffen Mey. Inzwischen hätten sich die Rahmenbedingungen verändert, und das Unternehmen prüfe kontinuierlich seine strategische Ausrichtung: „Wie in vielen anderen Branchen stellen wir unser Angebot regelmäßig auf den Prüfstand. Unsere Produkte bleiben etwas Besonderes – auch wenn in vielen Haushalten derzeit andere Anschaffungen Priorität haben. Wir stellen uns der herausfordernden Marktlage.“

Während früher ausreichend Parkplätze als Standortfaktor galten, sei heute die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr entscheidend. Auch die Ansprüche an Arbeitsräume hätten sich gewandelt: Statt großer Flächen überzeuge heute oft ein bewusst reduziertes Raumkonzept – „vorausgesetzt, Qualität und Verarbeitung stimmen“.