Durch die Einblicke in die Projekte und die Präsentationen war schnell erkennbar, dass Kopenhagen ein sehr gegensätzliches Problem zu Berlin in Bezug auf Regenwasser hat. Während in Kopenhagen versucht wird, das Zuviel an Regenwasser an unschädlichen Stellen zwischenzuspeichern, um es gedrosselt aus der Stadt hinaus zu bekommen, ist in Berlin das größte Problem, das Wasser im Sinne der „Schwammstadt“ zurückzuhalten.
Kopenhagen weist im Gegensatz zu Berlins sandigem Boden einen stark lehmhaltigen Boden auf. Versickerung im eigentlichen Sinne ist dadurch viel schwieriger, das Wasser bleibt auf der Fläche stehen oder fließt darüber hinweg.
So musste in Projekten, in denen versickert wird, teilweise der Boden tiefgründig durchlöchert werden, damit das Wasser überhaupt in tiefere Schichten gelangen konnte. Bisher spielen Hitze und Trockenheit eine untergeordnete Rolle in Kopenhagen, sodass auch der ein oder andere alte Baum der Starkregenvorsorge zum Opfer fällt und mit Neupflanzungen ersetzt wird.