Film- und Diskussionsabend „Made in EU“
Bild: Carlotta Duken
Der öffentliche Film- und Diskussionsabend „Made in EU“, der am 20. Mai 2026 im Kino Moviemento stattfand, bot einen intensiven Einblick in die prekären Arbeitsbedingungen in der europäischen Textilindustrie. Die Veranstaltung wurde vom Fairtrade-Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gemeinsam mit der Berliner Aktionsgruppe der Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign) im Rahmen der Europawochen organisiert.
Im Mittelpunkt stand der Film „Made in EU“ von Stephan Komandarev, der das Schicksal der bulgarischen Textilarbeiterin Iva thematisiert. Iva arbeitet unter extremem Druck in einer Fabrik und verschweigt ihre Krankheit aus Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, bis ihr Zusammenbruch in der Fabrik eine Spirale aus gesellschaftlicher Ausgrenzung und Anfeindungen auslöst. Der Film verdeutlicht die inhumane Behandlung von Arbeitskräften in EU-Mitgliedsstaaten.
Im Anschluss an die Filmvorführung sprach Helena Jansen, Koordinatorin für Kommunale Entwicklungspolitik mit Jule Kautt von der Berliner Aktionsgruppe der Clean Clothes Campaign und erörterte mit ihr zentrale Fragen der europäischen Verantwortung. Jule Kautt zeigte die Rolle der EU bei der Duldung solch katastrophaler Zustände auf und motivierte das Publikum, selbst aktiv zu werden.
Wer sich in Zukunft bei der Regionalgruppe Berlin engagieren möchte, kann sich direkt bei Jule Kautt melden: berlin@sauberekleidung.de