Seinen Weg in die Museumsarbeit fand der studierte Historiker, Germanist und Politologe über das Deutsche Historische Museum, wo er Ende der 1990er Jahre eine Ausstellung zum Thema „50 Jahre Bundesrepublik“ mitgestaltete und den Bereich Sport, Urlaub und Außenpolitik kuratierte.
„Das war ein klassischer Projektjob. Danach habe ich zufällig einen Bekannten im Zug getroffen, der mir von einer offenen Stelle im DB Museum in Nürnberg berichtete. Mein Ass im Ärmel für diese Stelle war, dass ich dort glaubhaft versichern konnte, keine Ahnung vom Thema Eisenbahn zu haben. Das war mein Glück. Die wollten keinen Pufferküsser, der schon alles weiß. Genau das war meine Qualifikation.“ So kam er in den Bereich Verkehr und Technik. Danach ging es für ihn nach Dresden, wo er Direktor des dortigen Verkehrsmuseums war.
Bis heute beeindruckt Joachim Breuninger, was man mit Verkehrs- und Technikgeschichte alles erklären kann. „Das funktioniert generationenübergreifend. Anhand unserer Exponate kann man vieles leichter zugänglich machen. Damit haben wir anderen Museen etwas voraus, die manchmal, vor allem für Kinder, etwas trocken wirken können. Das ist das Schöne an der Technikgeschichte, sie ist absolut anschaulich. Wo immer möglich, ist sie bei uns auch zum Anfassen.“