Regelmäßig, jeweils am zweiten Samstag des Monats, findet in der BGS Falcke das große „Homeless Veggie Dinner statt. „Alle können kommen – egal, ob sie obdachlos sind oder eine Wohnung haben. Unabhängig von ihrer jeweiligen Lebenssituation können sie hier bei uns ein leckeres, veganes Abendessen kostenfrei genießen.“
Normalerweise gibt es zum Essen Klaviermusik – im Oktober gibt es obendrein einen musikalischen Leckerbissen zur Dinner-Veranstaltung: „Dieses Mal besucht uns eine 35-köpfige niederländische Fanfaren-Gruppe, die für unsere Gäste ein Konzert zum Essen gibt.“ Es wird ein weiterer besonderer Abend in der Falckensteinstraße.
So interessant wie die einzelnen Besucher*innen der Einrichtung ist auch das denkmalgeschützte Gebäude. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1987 (IBA 87) hat* der portugiesische Architekt Álvaro Siza Vieira* hier seine internationale Karriere gegründet. „Regelmäßig besuchen uns Architekturstudentinnen und -studenten, die sich seine Bauten ansehen und davon lernen wollen.“ Álvaro Siza Vieira hat in direkter Nähe zur Seniorenfreizeitstätte, an der Ecke Falckensteinstraße/Schlesische Straße, ebenfalls das Eckwohnhaus „Bonjour Tristesse geplant und gebaut – ebenso wie eine Kindertagesstätte am Fanny-Hensel-Weg in der nordwestlichsten Ecke Kreuzbergs.
Des einen Freud, des anderen Leid: „Was das Haus betrifft, sind wir hier streng an die Bestimmungen des Denkmalschutzes gebunden.“ So sieht es der Denkmalschutz vor, das gesamte Haus an den Außenwänden weiß zu halten. „Das ist schwierig in Kreuzberg“, sagt Stefan Block. „Ehe man sich versieht, sind Graffiti an der Wand.“ Da helfe auch kein Überstreichen.