Eva ist im Januar 80 Jahre alt geworden. Seitdem sie in Deutschland lebt, lebt sie in Kreuzberg: „Ich bin als Griechin in siebenter Generation in Istanbul geboren. Mitte der 70er Jahre kam ich nach Berlin.“ Hier wohnte sie zunächst in der Oranienstraße, dann in der Böcklerstraße und jetzt lebt sie im gleichen Block wie die BGS.
„Als ich damals hier ankam, stand in meinem Pass der Vermerk, dass mir ein Umzug nach Wedding und Neukölln nicht gestattet ist. Damals gab es hier Banden, vielleicht hatten sie Angst vor mir.“ Inzwischen hat sie seit 2012 einen deutschen Pass, doch sei das mit der Identifikation nicht immer so einfach: „Als Türkin mit griechischen Wurzeln und einem deutschen Pass fühle ich mich immer irgendwie wie zwischen den Welten. Ich denke, ich bin Berlinerin, Kreuzbergerin.“
Als solche lädt sie zum „Fest der Kulturen ein“. Und wenn Eva einlädt, strömen sie zuhauf in die Gitschiner Straße, denn oft spielt auch eine Band bei diesem Fest. „Inzwischen kennen wir uns so lange, mitunter über 40 Jahre.“ Diese Zeit, die griechische Musik und die regelmäßigen Treffen verbinden, auch über die Bezirksgrenzen hinweg. So hat es sich herumgesprochen, dass man mit Eva gemeinsam einen schönen Nachmittag verbringen kann. „Wir Griechen mögen die Musik, und wir mögen die Menschen. Das sind immer sehr schöne Treffen.“