Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Übergang aus Sammelunterkünften in selbstbestimmte Wohnverhältnisse gelingen kann – und wie dadurch gesellschaftliche Teilhabe besonders schutzbedürftiger geflüchteter Menschen nachhaltig gestärkt wird. Dafür wurden qualitative Interviews mit Geflüchteten geführt, ergänzt durch sozialräumliche Analysen und Fachgespräche mit Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
Die bisherigen Erkenntnisse zeigen klar: Die Wohnsituation beeinflusst psychische Stabilität, Bildungschancen und den Zugang zum Arbeitsmarkt. Besonders junge Erwachsene spüren die Folgen prekärer Unterbringung – aber ebenso, wie sehr stabile Mietverhältnisse und freiwillige Unterstützung neue Perspektiven eröffnen.
Eine geflüchtete Person beschreibt es so: „Ich brauche ein Zimmer und einen Tisch, um zu lernen. Ohne Lernen kann ich gar nichts machen. Ich muss erstmal lernen, um weiterzukommen in meinem Leben.“
Erste Auswertungen deuten darauf hin, dass insbesondere junge erwachsene Geflüchtete in einer entscheidenden Lebensphase von den Auswirkungen prekärer und instabiler Unterbringung betroffen sind. Gleichzeitig zeigt sich, dass stabile Mietverhältnisse in Kombination mit bedarfsorientierter Unterstützung gerade auch bei jungen Menschen Potenziale für individuelle Entwicklung, Bildungszugänge und Arbeitsmarktintegration eröffnen können.