Workers‘ Memorial Day 2025

Max Kindler, in Vertretung Stadtrat für Arbeit, Ramona Wittmer, Bezirksbeauftragte für Gute Arbeit, Jörn Rieken vom Deutschen Gewerkschaftsbund und Harald Henzel, stellvertretender Leiter vom Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit vor dem Dienstgebäude Yorkstraße

Max Kindler, in Vertretung Stadtrat für Arbeit, Ramona Wittmer, Bezirksbeauftragte für Gute Arbeit, Jörn Rieken vom Deutschen Gewerkschaftsbund und Harald Henzel, stellvertretender Leiter vom Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit vor dem Dienstgebäude Yorkstraße

Anlässlich des Workers‘ Memorial Day 2025, der jährlich am 28. April der Beschäftigten gedenkt, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit durch Unfall oder Berufskrankheit ihr Leben verloren haben, fand vor dem ehemaligen Rathaus Kreuzberg ein Gedenken statt. Im Rahmen des Gedenkens wurden eine Schweigeminute durchgeführt und Fahnen zum Workers‘ Memorial Day gehisst.

Max Kindler, in Vertretung Stadtrat für Arbeit mahnte in seinen Grußworten: „Trotz rückläufiger Unfallzahlen in Berlin gilt: Jedes verlorene Leben durch einen Arbeitsunfall ist eines zu viel. Im Jahr 2023 verstarben fünf Menschen durch Arbeitsunfälle: durch Stürze aus großer Höhe, durch umstürzendes Gerät oder durch einstürzende Wände.“

Jörn Rieken, Bezirksvorstand der Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt, sowie Vertreter des Kreisverbandes Friedrichshain-Kreuzberg vom Deutschen Gewerkschaftsbund machte auf deutlich: Die Bau-Branche bildet immer noch den Schwerpunkt des tödlichen Unfallgeschehens. Neben Stürzen und schwerem Gerät sind auch die Folgen von Asbest ein großes Thema.

Harald Henzel, stellvertretender Leiter vom Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit hob die aktuellen und internationalen Herausforderungen hervor: Arbeitsschutz bei der Produktion von Kleidung und im Rahmen der Lieferkette sind Top-Themen, in Berlin aber auch die Arbeitsbedingungen bei Ridern und Lieferdiensten. Das Gedenken am Workers Memorial Day muss mit gemeinsame Anstrengungen für mehr Arbeitsschutz verbunden werden.

Bereits vor dem Gedenken fand eine Veranstaltung der Berliner Beauftragten für Gute Arbeit in Kooperation mit der Beratungsstelle Berufskrankheiten für Betriebs- und Personalräte statt. Beschäftigte sind über die Arbeitgebenden bei der gesetzlichen Unfallversicherung gegen Arbeitsunfall und Berufskrankheit versichert. Was bei der Meldung zu beachten ist, welche Rechte und Pflichten Beschäftigte haben und wie sie unterstützt werden können, zu diesen Fragen wurden im Workshop Antworten gegeben.

Mehr Informationen sowie Downloads gibt es hier.