Die größte Herausforderung für ihr Team sei, dass die Flächen für Sport im Bezirk so knapp sind. „Wir haben in Friedrichshain-Kreuzberg eine dramatische Unterversorgung mit ungedeckten Sportanlagen und die Zeiten in den Hallen und auf den Sportplätzen sind knapp.“ Eine Besonderheit in Berlin sind die beiden Sportplätze auf den Dächern eines Großhändlers in Friedrichshain und eines Baumarktes in Kreuzberg. „Sportinfrastruktur muss bei großen Bauprojekten mitgedacht werden.“
Die Nachfrage nach Sportangeboten im Bezirk ist extrem hoch. Immer mehr Kinder und Jugendliche wollen Sport machen. „Gerade in der Pandemie hat sich nochmal deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, sich zu bewegen und dass der Sport in unserer Gesellschaft einen extrem hohen Stellenwert hat. Aber wir kommen im Bezirk an unsere Kapazitätsgrenzen was den Sport betrifft.“ Der Sport brauche in allen Bereichen mehr Anerkennung. Es müssten gerade im innerstädtischen Raum neue Möglichkeiten geschaffen werden, um der extrem hohen Sportnachfrage gerecht zu werden.
Auch für Individualsportler*innen möchte das Amt Angebote machen. Menschen, die auf den Sportplätzen laufen wollen, können dies während der Öffnungszeiten tun. Gleichzeitig werden Trendsportarten gefördert. Wichtig sei zudem die Förderungen von Sport für Mädchen und Frauen. „Sie sind im Vereinssport immer noch stark unterrepräsentiert.“ Aktuell liegt die Quote bei nur 35 Prozent weiblichen Sportlerinnen. Im Bezirk gebe es tolle Sportangebote für Mädchen und Frauen, sowie diverse Sportevents mit vielen Mitmachangeboten, um unterschiedliche Sportarten auszuprobieren. Gerade der Mädchen- und Frauenfußball erfreut sich großer Nachfrage.