Beim Fortbildungsangebot „(Nahost)Konflikt im Jugendclub?! Fortbildung zum Umgang mit menschenverachtenden Haltungen und Konfliktsituationen infolge der Ereignisse in Israel/Gaza“ ging es zunächst darum, eine sehr klar definierte Zielgruppe anzusprechen und intensiv mit dieser Zielgruppe zu arbeiten. Die gezielte Ansprache der Mitarbeiter*innen aus Friedrichshain-Kreuzberger Jugendeinrichtungen lief über das Jugendamt. Es sei herausfordernd gewesen, die Fachkräfte zu erreichen, da es beim Thema Nahostkonflikt allgemeine Unsicherheiten und Skepsis gebe. Weitere Schwierigkeiten waren die Kurzfristigkeit des Angebots und die generelle Überlastung der Fachkräfte in der Jugendarbeit. Trotz generellem Interesse am Thema und dem Angebot war es für einige Mitarbeiter*innen aus Kapazitäts- und Überlastungsgründen nicht möglich, sich die Zeit für eine Fortbildung zu nehmen.
„Wir haben uns den Diskurs rund um den Nahostkonflikt angeschaut und festgestellt, dass da einiges schiefläuft.“ Einige der gängigen Formate der politischen Bildung führten in der aktuellen Lage nicht zu einer Versachlichung der Diskussion. Ein wichtiger Aspekt der Fortbildung war dementsprechend der Umgang mit Emotionen. „Es ging darum, wie man Emotionen regulieren kann – bei sich selbst und bei den Jugendlichen.“ Wichtig für die Konzeption der Fortbildung sei daher gewesen, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich die Fachkräfte sicher fühlten, ihre eigene Haltung zu äußern. Das sei ihnen gelungen. „Die Leute haben sich bei uns sicher und gut aufgehoben gefühlt. Es war eine Atmosphäre, in der sich alle getraut haben, die relevanten Punkte und Meinungen anzusprechen.“ Alle Fachkräfte seien sehr offen für den Austausch unterschiedlicher Standpunkte gewesen.