Da sie am internationalen Frauentag 1935 in Berlin-Altglienicke geboren ist, habe sie wahrscheinlich besonders viel Power mit auf den Weg bekommen. „Es war damals alles nicht so einfach. Mein Vater war im Krieg, und meine Mutter tat alles, um mich und meine kleine Schwester, die 1942 geboren wurde zu versorgen. Ein Jahr später, 1943 wurden wir ausgebombt.“ Die Mutter wurde mit ihren beiden Mädchen nach Polen evakuiert. Rosemarie erinnert sich an das Kriegsende im Jahr 1945: „Ich war zehn Jahre alt. Wir sind mit einem offenen LKW von Polen zurück nach Berlin gefahren. Hinten auf der Ladefläche. Das werde ich nie vergessen!“
Sie kamen in einer Gartenlaube bei der Oma in Altglienicke unter. Zur gleichen Zeit zog dort auch eine Tante mit ihren fünf Kindern ein. „Wir haben uns mit sieben Kindern das Doppelbett in der Laube geteilt.
Es sei eng gewesen. „Aber alle haben sich verstanden – eine Notgemeinschaft“. Anschließend zog es die kleine Familie nach Adlershof. „Mein Vater ist nie aus dem Krieg zurückgekehrt. Er gilt als vermisst.“ Die Familie ihres Vaters hatte eine Buchdruckerei in Adlershof. „Dort arbeitete meine Mutter alleine weiter. Meine Schwester und ich gingen dort zur Schule. Meine Mutter und auch ich hatten aus politischen Gründen Schwierigkeiten.