Preisverleihung „Buddies for Peace“ im Roten Rathaus 1.000 Euro für die Schüler*innen der Kreuzberger Gustav-Meyer-Schule

Die Schüler*innen der Kreuzberger Gustav-Meyer-Schule mit ihren Lehrer*innen auf der Bühne im Roten Rathaus

Die Schüler*innen der Kreuzberger Gustav-Meyer-Schule mit ihren Lehrer*innen auf der Bühne im Roten Rathaus

Am 14. März gab es im großen Saal des Roten Rathauses für die Schüler*innen der Kreuzberger Gustav-Meyer-Schule Grund zum Feiern! Mit ihrem Friedensprojekt „Weltreise der Toleranz“ haben sie sich bei der Jury der Bürgerstiftung Berlin beworben und als Klasse auf dem dritten Platz einen Preis in Höhe von 1.000 Euro gewonnen!

Die Gustav-Meyer-Schule in der Kohlfurter Straße ist eine besondere Schule mitten im Kiez. Zurzeit besuchen 156 Schüler*innen die Grundschule und Schule der Sekundarstufe I und II mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt ‚geistige Entwicklung‘ in den Klassen 1 bis 12.

Buddies for Peace, der Preis für friedensfähige Bildung der Bürgerstiftung Berlin, zeichnet Projekte und Angebote für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren aus, die junge Menschen an einen demokratischen, gewaltfreien Umgang mit Konflikten heranführen.

Die Staatssekretärin Christina Henke, die früher selbst als Lehrerin tätig war, hielt das Grußwort zur Preisverleihung

Die Staatssekretärin Christina Henke, die früher selbst als Lehrerin tätig war, hielt das Grußwort zur Preisverleihung

Zwölf unterschiedliche Nationalitäten

Sonderpädagogin und Klassenleiterin Asif Shwartz-Yassour hat sich mit ihren Schüler*innen, die zwischen 13 und 16 Jahre alt sind, auf eine „Weltreise der Toleranz“ begeben. „Unsere Schüler*innen bringen unterschiedliche kulturelle Hintergründe und unterschiedliche Lernbedürfnisse mit, was die Gestaltung des Projekts besonders spannend gemacht hat!“

Im Laufe des Schuljahres 2024/2025 erkunden sie durch Gespräche mit Mitschüler*innen verschiedene Lebensrealitäten und kulturelle Hintergründe. Diese symbolische Weltreise umfasst intensive Auseinandersetzungen mit den Heimatländern der Schüler*innen. Darunter fallen Deutschland, Italien, die Elfenbeinküste, Marokko, Argentinien, Kroatien, der Libanon, die Türkei, Ghana, Georgien sowie Palästina und Israel.

„Jede Kultur erforschen wir über drei Wochen durch kreative Kunst- und Musikprojekte, das gemeinsame Kochen traditioneller Gerichte und interaktive Diskussionen. Dadurch wird das Verständnis für kulturelle Vielfalt und die sozialen Fähigkeiten gefördert. Regelmäßige Ausflüge in Museen ergänzen das Projekt.”

Die vier Beatboxer der Band The Razzzones rockten zuerst die Bühne, dann machten Sie ein gemeinsames Erinnerungsfoto mit den Schüler*innen

Die vier Beatboxer der Band The Razzzones rockten zuerst die Bühne, dann machten Sie ein gemeinsames Erinnerungsfoto mit den Schüler*innen

The Razzzones rockten die Bühne

Asif Shwartz-Yassour: „Durch das Kennenlernen und Feiern der Unterschiede schaffen wir Bewusstsein für Toleranz, Verständnis und Vielfalt, und legen die Grundlage für Frieden. Aber gleichzeitig lernen wir auch, wie ähnlich wir uns sind. Immer wieder entdecken wir Berührungspunkte.“

Das gefiel der Jury so, dass sie das Engagement der Schüler*innen mit dem 3. Preis in Höhe von 1.000 Euro auszeichnete.

Zusätzlich spendeten Eva und Dr. Klaus Herlitz jeder Gewinner-Gruppe einen Buddy-Bären, der gemeinsam mit Street-Art-Künstlern gestaltet werden kann.

Der 2. Platz ging an die Lauterbach-Schule in Reinickendorf.

Über den 1. Platz mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro freut sich das Nachbarschaftshaus Neukölln e.V.

Asif Shwartz-Yassour: „Wir freuen uns sehr über diese tolle Anerkennung unserer Projektarbeit! Das Preisgeld werden wir sehr sinnvoll im Sinne unserer immer noch laufenden „Weltreise“ für unser Friedensprojekt einsetzen.“