Doch was nützt das beste Angebot, wenn die Betroffenen nicht wissen, dass es das Angebot gibt? Oder wenn sich ältere Menschen nicht trauen, etwas Neues anzufangen, was auch oft vorkäme. So gehe es darum, die vielfältigen Angebote des Bezirks den Menschen näherzubringen, sie zu ermuntern, doch einmal zu vorbeizuschauen, ob eine Veranstaltung oder eine bestimmte Gruppe für sie passen könnte. Denn: „Nicht jede Gruppe passt zu jedem Menschen. Nicht jeder Vortrag begeistert gleichfalls das Publikum.“ Wichtig sei hier, immer wieder genau anzupassen, wie und über welche Multiplikator*innen die älteren Menschen erreicht werden können und wie berücksichtigt werden kann, was sich ältere Menschen wünschen.
„Wir nehmen die Wünsche, die an uns herangetragen werden, sehr ernst und versuchen so viel wie möglich umzusetzen, was gewünscht wird – das ist unser Ziel!“ Im Netzwerk finden sich alle relevanten Akteur*innen der Altenhilfe. Sie arbeiten zusammen daran, die Lebenssituation älterer und hochaltriger Menschen zu verbessern.
„Jeder ältere Mensch in unserem Bezirk soll die Möglichkeit zur sozialen und kulturellen Teilhabe bekommen.“ Die Grundlage für diese Arbeit wurde schon im Jahr 2013 geschaffen. Damals initiierte das Nachbarschaftshaus Urbanstraße gemeinsam mit dem Bezirksamt das Netzwerk für mehr Teilhabe älterer Menschen. Seitdem wird es gemeinsam mit den Kreuzberger Kolleg*innen und mit unseren Netzwerk-Partner*innen ständig ausgebaut. Denn wir wollen möglichst viele ältere Menschen erreichen.“ „Unsere Partner sind überall dort, wo die älteren Menschen hingehen, wie Arztpraxen, Apotheken, Physiotherapie-Praxen. Aber zu unseren Verbündeten zählen auch Pflegeeinrichtungen oder Pflegestützpunkte, die zum Beispiel Hausbesuche vermitteln können, damit auch die ans Haus gebundenen Personen dort nicht vereinsamen.“Im Mittelpunkt stehen aufsuchende Strategien, denn die Menschen sollen dort abgeholt werden, wo sie ihren Alltag verbringen. „Nämlich dort, wo sie wohnen, in der Nähe. So schreiben wir zum Beispiel Briefe an ältere Menschen unterschiedlicher Jahrgänge. Wir beschreiben, wer wir sind, und nennen konkrete Ansprechpartner*innen, die in vielerlei Hinsicht hilfreich sein können. Wir haben auch aktuelle Flyer, mit denen wir auf unser Wochenprogramm hinweisen.“
Je nach Bedarf, kann auf diesem Weg eine Beratung vermittelt, oder die Suche nach einer Freizeitaktivität oder Geselligkeit unterstützt werden.
„Wir haben oft auch telefonische Nachfragen, wenn es um testamentarische oder vertragliche Angelegenheiten geht, oder um Fragen zur Pflegeversicherung. Oft gibt es auch Fragen zur Rente. Da helfen wir gern mit entsprechenden Beratungsangeboten weiter. Das sind ja sehr persönliche Themen, die besser in Einzelgesprächen aufgehoben sind.“
Zur Prävention gebe es regelmäßige Informationsveranstaltungen, zum Beispiel von der Polizei, aber auch von der Verbraucherzentrale. Auch über Gesundheitsthemen, wie Altersdiabetes und Ernährung, werde regelmäßig aufgeklärt.