Leo Mainx hat Anglistik, Amerikanistik, Kulturanthropologie und Nordamerikastudien in Hamburg und Berlin studiert und vor der Zeit im Bezirksamt beim Projekt „Umsetzungsbegleitung Bundesteilhabegesetz“ in der Online Redaktion gearbeitet. „Ich bin selbst schwerbehindert, daher hat das Thema Inklusion in meinem Leben schon immer eine Rolle gespielt“, berichtet Leo Mainx.
Zum Arbeitsalltag von Leo Mainx gehören viel Netzwerkarbeit mit den unterschiedlichen Fachbereichen innerhalb des Bezirksamts und mit verschiedenen Vereinen und Projekten im Bezirk sowie der Austausch mit den anderen bezirklichen Koordinierungsstellen und dem „Focal Point“ der SenASGIVA, der den Berliner Maßnahmenplan „Berlin inklusiv“ koordiniert. Auch die Zusammenarbeit mit der bezirklichen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen ist eng. „Sie ist das Außenministerium, ich bin das Innenministerium“, erklärt Leo Mainx die Aufgabenteilung. Die Beauftrage ist vor allem für die Belange von Individuen im Bezirk zuständig, die Koordinierungsstelle für bezirkliche Institutionen. Darunter fällt auch die Umsetzung von konkreten Projekten im Bezirk. Das sei eine schöne Entwicklung im Vergleich zum vorherigen Job, berichtet Leo Mainx. „Thematisch ist der Bereich seit dem Wechsel ins Bezirksamt ähnlich geblieben, jetzt ist die Arbeit allerdings viel praktischer und unmittelbarer. Es ist schön, direkte Auswirkungen der Arbeit zu sehen.“
Zu den bereits umgesetzten Projekten gehört etwa die Anschaffung einer Rampe zur Überbrückung von Stufen für Menschen im Rollstuhl oder die Beschaffung einer Hebebühne, die allen Menschen Zugang zu Bühnen im Bezirk ermöglicht. Im Gesundheitsamt wurde dieses Jahr außerdem erstmals in Friedrichshain-Kreuzberg eine Induktionsschleife angeschafft, eine technische Einrichtung, die Audiosignale für Menschen mit Hörgerät zugänglich macht. Das sei eine deutliche Verbesserung zu früheren Maßnahmen, berichtet Leo Mainx und erinnert sich an eine Mitschülerin, die Lehrkräfte wiederholt darum bitten musste, sich ein spezielles Mikrofon umzuhängen, das mit ihrem Hörgerät verbunden war. Das bedeutete immer zusätzlichen Aufwand für die hörbeeinträchtigte Person. „Dabei ist es Aufgabe der Gesellschaft und eben auch der Verwaltung, Maßnahmen umzusetzen, die allen Menschen Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen“, betont Leo Mainx.