Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist die Jugendberufsagentur eine zentrale Anlaufstelle für alle jungen Menschen unter 25 Jahren, die am Übergang von der Schule in den Beruf stehen. Sie bündelt die Angebote von Bezirksamt, Arbeitsagentur, Jobcenter und Senatsverwaltung für Bildung unter einem Dach und sorgt dafür, dass Jugendliche und junge Erwachsene umfassend beraten und bei Bedarf bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss begleitet werden. Neben individueller Beratung und konkreter Hilfe bei Ausbildung, Studium oder Praktika stehen hier auch psychosoziale Unterstützung, Sucht- und Schuldnerberatung sowie offene Erstberatung zur Verfügung. Das Ziel ist, jedem jungen Menschen im Bezirk nachhaltige Perspektiven zu bieten und ihn aktiv dabei zu unterstützen, seinen eigenen Weg zu finden, unabhängig von Herkunft, Schulform oder persönlichen Lebenslagen.
Jugendberufsagentur Friedrichshain Kreuzberg: Wie Peter Schulz innovative Angebote für den Übergang von der Schule in den Beruf vorantreibt
Bild: Lisa Hehemann / BA FK
Nur wenige Meter vom historischen Checkpoint Charlie entfernt, mitten im Gebäudekomplex der Agentur für Arbeit, befindet sich die Jugendberufsagentur Friedrichshain-Kreuzberg – ein Ort, an dem junge Menschen Unterstützung, Orientierung und Perspektive finden. Seit nunmehr zehn Jahren ist sie fester Bestandteil der bezirklichen Bildungs- und Arbeitslandschaft. Sie bündelt die Angebote der verschiedenen Träger und ist damit ein Erfolgsmodell für enge Zusammenarbeit und kurze Wege.
Einer, der diese Entwicklung mitgeprägt hat, ist Peter Schulz. Seit 34 Jahren ist er im Bezirk tätig – zunächst in der Jugendförderung, später im Sozialamt und viele Jahre als Fallmanager und Teamleiter im Jobcenter. Heute koordiniert er aus bezirklicher Seite die Jugendberufsagentur Friedrichshain-Kreuzberg und vernetzt Partner*innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Seine Laufbahn begann zwar in der Jugendförderung, anschließend wechselte er aber ins Sozialamt und war dort am Aufbau neuer Erstantragstellen beteiligt. Schon vor seiner Tätigkeit im Jobcenter war Peter Schulz an zahlreichen innovativen Projekten beteiligt – etwa dem „Job-Aktiv-Center“, einer Art Vorläufer der heutigen Jugendberufsagentur, dessen Angebot sich dezidiert an unter 25-Jährige richtete.
„Das war etwa bis 2005. Da sind verschiedenste Mitarbeiter*innen zusammengekommen – aus der Berufsberatung der Agentur für Arbeit und dem Sozialamt. Wir hatten alle das Ziel: Niemand soll in der Sozialhilfe verbleiben, wenn es Möglichkeiten und Angebote gibt.“
Seit knapp vier Jahren ist Schulz bezirklicher Koordinator der Jugendberufsagentur und genießt die neuen Chancen, die sich durch kurze Wege und enge Zusammenarbeit ergeben:
„Früher gab es das nicht so gebündelt, dass alles unter einem Dach war – jetzt haben junge Menschen eine Adresse, wo sie hingehen können und alle Angebote bekommen.“