„Einige Kinder warten bis zu einem Jahr auf einen regulären Schulplatz“, erklärt Schabnaz Khadem Saba. „Die Plätze in den Willkommensklassen sind ungenügend, um alle Kinder zu beschulen. Da diese Kinder ein Recht auf Bildung haben, schaffen wir mit dem Projekt ‚Fit für die Schule‘ in mehreren Bezirken Übergangsklassen, die sich am Sprachniveau der Kinder orientieren.“
Seitdem sie selbst unterrichtet, verbindet Schabnaz Khadem Saba ihre Sprachbegeisterung mit praktischem Engagement. „Ich weiß, wie sehr Sprache der Schlüssel zu fast allem ist – zu Freundschaften, Bildung, Selbstvertrauen und Zukunftsperspektiven“, sagt sie. Mit ihrer ruhigen, zugleich motivierenden Art gelingt es ihr, besonders bei jüngeren Kindern Ängste abzubauen und Begeisterung für das Lernen zu wecken.
Das Konzept des Projekts hat sich bewährt: Die Kinder erhalten in kleinen Gruppen nicht nur Sprachunterricht, sondern auch Orientierung im Alltag. Sie lernen, wie man Busfahrpläne liest, Formulare ausfüllt oder sich in der Schule meldet – Dinge, die selbstverständlich scheinen, aber für viele zunächst große Hürden darstellen. Auch Spiel und Bewegung kommen nicht zu kurz. Mehrere Übungen sind darauf ausgelegt, Sprachvermittlung mit Freude und Aktivität zu verbinden.