Nachbarschaftliches Fastenbrechen am Mehringplatz

Gruppenbild Fastenbrechen

Am Dienstagabend kam die Nachbarschaft im Gloria Event Center zusammen, um gemeinsam das traditionelle nachbarschaftliche Fastenbrechen zu feiern. Die Feier wird seit vielen Jahren vom Quartiersmanagement Mehringplatz ausgerichtet und von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, dem Bezirksamt und den Wohnungsbaugesellschaften unterstützt. Mit dabei waren, wie in den Vorjahren, auch andere Akteure aus dem Kiez, wie die Berliner Feuerwehr und das HAU. Die kostenlosen Tickets konnten die Besucher*innen vorab im Büro des Quartiersmanagements abholen.

Rund 500 Gäste kamen ab 16.30 Uhr im festlich geschmückten Saal zusammen, darunter viele Familien mit Kindern. Um die Zeit bis zum Sonnenuntergang zu überbrücken, gab es – vor allem für die jüngeren Gäste – Unterhaltungsprogramm. An zwei Ständen konnten sich Interessierte die Hände kunstvoll mit Henna bemalen lassen, zwei Kalligrafen nahmen Aufträge entgegen und fertigten Schriftbilder, für Kinder gab es im Nebenraum eine Siebdruckwerkstatt und am Stand des HAU konnten Buttons gebastelt werden.

Iftar-Leuchter

Um 17.30 Uhr eröffnete Wafaa Khattab vom Quartiersmanagement die Veranstaltung feierlich und übergab für die Grußworte an die Vertreter*innen der Verwaltung. Ralf Hirsch, in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zuständig für die Kreuzberger Quartiersmanagementgebiete, bedankte sich bei allen Organisator*innen für die Fortführung dieser nachbarschaftlichen Tradition und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Landes- und Bezirksebene. Friedrichshain-Kreuzbergs Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann dankte in ihrer Rede der Feuerwehr für ihren täglichen Einsatz und adressierte anlässlich des Frauenmärz an die Frauen und Mädchen im Saal: „Auch wenn ihr mal die Einzige im Raum seid, das einzige Mädchen, die einzige mit Kopftuch oder die einzige ohne Kopftuch – ihr seid nie allein.“

Nach musikalischen Beiträgen folgte dann rief der Sänger Abdulkadir Asli um kurz nach 18 Uhr – pünktlich zum Sonnenuntergang – zum Fastenbrechen auf. Datteln und die Vorspeise, eine türkische Linsensuppe, standen bereits auf den Tischen bereit, sodass alle Gäste mit dem Essen beginnen konnten. Es folgten Gulasch und Reis sowie Auberginenmoussaka für die Vegetarier*innen. Baklava zum Dessert rundeten das Iftar-Mahl ab.

Im Anschluss ans Essen setzte das Bühnenprogramm mit einem Beitrag einiger Mädchen aus dem Kiez fort, die im Jugendtreff JAM ein Gedicht und einen Rap über den Ramadan geschrieben und einstudiert hatten.
Um 19.30 Uhr ging es dann für alle zufrieden und satt nach Hause.