Damals, vor mehr als 200 Jahren, zeichnete Karl Friedrich Schinkel die ersten Entwürfe im Stil der Neogotik für das Denkmal. Die sandige Anhöhe lag damals noch weit draußen vor der Stadt. Das sollte sich schnell ändern, denn schon 50 Jahre später, etwa 1870 war das Denkmal bereits so zugewachsen, dass es von unten nicht mehr zu sehen war, und von oben war es mit der schönen Aussicht auch vorbei.
Deshalb wurde im Jahr 1878 unter Kaiser Wilhelm I. das knapp 20 Meter hohe und etwa 200 Tonnen schwere Denkmal, von Bauingenieur Johann Wilhelm Schwedler hydraulisch auf ein acht Meter hohes Podest gehoben, und in diesem Zusammenhang gleichzeitig um 21 Grad gedreht. Die ursprüngliche Nord-Süd-/West-Ost-Ausrichtung wurde damit abgelöst, so dass es von nun an in einer Achse mit der Großbeerenstraße ausgerichtet steht.
Der gebürtige Bückeburger Schinkel-Schüler Heinrich Strack plante den Bau der riesigen achteckigen umliegenden Plattform mit einer doppelläufigen Treppe. Er ließ hohe gemauerte Bögen erstellen, die das Gewicht des gusseisernen Denkmals tragen. Damit entwickelte er das riesige circa 1500 Quadratmeter große Gewölbe unterhalb des Denkmals, welches in heutiger Zeit im Winter eine Zwergfledermaus-Kolonie beherbergt und als Lapidarium verstaubter Statuen, Reliefen und Friesen dem Denkmalamt als Schatzkammer dient.