Bundesumweltminister Carsten Schneider zu Gast in Friedrichshain

Clara Herrmann und Carsten Schneider

Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, war am Dienstag, 22. Juli, im Rahmen einer Presseexkursion zum Thema Klimaanpassung zu Gast in Friedrichshain-Kreuzberg. Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann und Bezirksstadträtin Annika Gerold empfingen ihn in der Schulzone in der Scharnweberstraße. Vor Ort war auch Verena Graichen, Geschäftsführerin des BUND-Bundesverbandes.

Annika Gerold, Anneliese Stamm-Grossjohann, Carsten Schneider und Clara Herrmann

Regentonnen im öffentlichen Straßenland

Vor der Jane-Goodall-Grundschule steht die erste Regentonne im öffentlichen Raum, die von der Schulgemeinschaft und der Nachbarschaft für das Wässern der Straßenbäume und der Pflanzen in den Pflanzkästen genutzt werden kann. Gemeinsam mit Anneliese Stamm-Grossjohann von der Nachbarschaftsinitiative Greenkiez e.V. wurde die Regentonne ausprobiert und ein Straßenbaum gewässert. Klimaanpassungsmanagerin Leonie Laug erläuterte das vereinfachte Antragsverfahren für Regentonnen im öffentlichen Straßenland des Bezirks.

Folgeförderung für das Klimaanpassungsmanagement

Im Anschluss übergab Carsten Schneider der Bezirksbürgermeisterin den Förderbescheid für das Klimaanpassungsmanagement in Friedrichshain-Kreuzberg.

Seit 2023 arbeitet in Friedrichshain-Kreuzberg ein Klimateam an Klimaschutz und Klimaanpassung im Bezirk. Hierfür hatte das Bundesministerium zwei Jahre lang die Stelle der Klimaanpassungsmanagerin gefördert. Diese Mitarbeiterin erstellte in dieser Zeit das Klimaanpassungskonzept für den Bezirk. Nun steht die Folgeförderung dieser Stelle für weitere zwei Jahre fest. Die Klimaanpassungsmanagerin wird in dieser Zeit an der Umsetzung der im Klimaanpassungskonzept benannten Maßnahmen arbeiten.

Regenwassermanagement auf dem Friedhof

Von der Scharnweberstraße ging es für die gesamte Delegation auf dem Fahrrad weiter zum nächsten Besuchspunkt – den Friedhof an der Landsberger Allee.

Dort wurde das Pilotprojekt der Zisterne besucht, die der evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte (EVFBS) in Kooperation mit dem Bezirksamt installiert wurde. Der EVFBS hält mit einem Gesamtflächenanteil von 47,2 Hektar Friedhofsfläche 15 Prozent der Grünflächen des Bezirks und bringt dadurch eine klimarelevante Größe für den Bezirk ein. Auf dem Georgen-Parochial-Friedhof II entstand eine grundstücksübergreifende Lösung: Das Regenwasser eines benachbarten Bürogebäudes wird in einer wettervorhersagengesteuerten 200 Kubikmeter Retentionszisterne gesammelt und dem Friedhof zur Bewässerung zur Verfügung gestellt.

Nutzung des Regenwassers

Dort wurde die Delegation vom EVFBS-Geschäftsführer Tillmann Wagner begrüßt. Gemeinsam mit seinen Kolleg*innen erläuterte er das Regenauffangsystems am Schaubild. Danach hatten Carsten Schneider und Clara Herrmann die Möglichkeit, den Tankwagen der Friedhofsverwaltung mit Regenwasser aus der Zisterne zu befüllen und damit Bäume auf dem Friedhof zu wässern.

Für den Umweltminister und die mitreisenden Pressevertreter*innen im Bus weiter nach Brandenburg, um dort weitere Klimaanpassungsmaßnahmen zu besichtigen.