Inklusion bei der Jobvermittlung – Austausch mit einer Delegation aus Kasachstan

Die Delegation aus Kasachstan und Vertreter*innen des Jobcenter

Am 14. November kam eine Delegation aus Almaty (Kasachstan) mit Vertreter*innen des Bezirksamts und des Jobcenters Friedrichshain-Kreuzberg zusammen, um sich über Methoden und Strategien einer inklusiven Arbeitsvermittlung auszutauschen.

Austausch

Der Delegation aus Kasachstan gehörten Arbeitsberaterinnen der Abteilung für Arbeitsförderung des Zentrums für Arbeitskräftemobilität von Almaty an sowie Beraterinnen und Projektmanagerinnen des ITeachMe Kompetenz-Entwicklungszentrumszentrums – eine öffentliche kasachische Stiftung, die Menschen mit Behinderung sowie Menschen aus sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen bei der Vermittlung in moderne Jobs unterstützt. Die zweiwöchige Delegationsreise wurde vom ABiD-Institut Behinderung & Partizipation (IB&P) koordiniert und fand im Rahmen des Internationalen Trainingsprogramms „Jobcoach für Menschen mit Behinderungen“ statt.
Stephan Felisiak, Geschäftsführer des Jobcenter Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, begrüßte die Teilnehmenden in den Räumen des Bezirksamts und führte inhaltlich in die Thematik ein. Es folgten Kurzvorträge von Vertreter*innen der Jugendberufsagentur und dem Teilhabefachdienst sowie von der Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg.

Im Gespräch

Die Teilnehmenden kamen über Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den deutschen und kasachischen Strukturen ins Gespräch und tauschten sich darüber aus, wie das Bezirksamt und das Jobcenter in Kooperation mit weiteren Behörden und Trägern bei der Jobvermittlung von Menschen mit Behinderung tätig werden, welche aktuellen Herausforderungen es gibt und welche Methoden sich bewährt haben. Stephan Felisiak hob hervor, dass der Betreuungsschlüssel in diesen Bereichen deutlich besser sei, sodass die Mitarbeiter*innen im Jobcenter dem individuellen Fall in seiner Komplexität gerecht werden können. Außerdem steht den Fallmanager*innen ein breites Unterstützungsnetzwerk von weiteren Fachexpert*innen aus dem Bezirk zur Verfügung. Die Vermittlungsbilanz sei auch bei Menschen mit Behinderung positiv, betont der Geschäftsführer. Die Delegation aus Kasachstan interessierte sich außerdem besonders für die zunehmenden Herausforderungen bei der Jobvermittlung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Im Zuge dessen diskutierten die Teilnehmenden auch über Vor- und Nachteile einer digitalen Beratung, die im Jobcenter Berlin Friedrichshain-Kreuzberg bereits angeboten wird.