„Verwaltung kann auch bunt sein“: Warum sich Marie, Nicolas und Sandra für das Duale Studium Öffentliche Verwaltung entschieden haben

Collage aus Fotos von drei Studierenden.

Marie, Nicolas Paulin und Sandra haben sich für das Duale Studium Öffentliche Verwaltung entschieden. Ihnen gefällt unter anderem die Vielfalt der Menschen in der Verwaltung.

Marie sitzt an ihrem Schreibtisch im Gesundheitsamt Friedrichshain-Kreuzberg und ist froh über eine Entscheidung, die sie vor ein paar Jahren getroffen hat: das Duale Studium Öffentliche Verwaltung. „Besonders gut gefallen hat mir im Studium strukturell, dass ich mich rein aufs Lernen konzentrieren konnte. Das war mein Job. Und trotzdem habe ich die ganze Zeit Geld verdient und musste mir keine Sorgen machen, dass ich nicht über die Runden komme. Diese Verzahnung von Theorie und Praxis hat super gut funktioniert“, erzählt die heute 24-Jährige.

Seit dem 1. April 2025 arbeitet Marie im Bereich Infektionsschutz, umweltbezogener Gesundheitsschutz und Katastrophenschutz. Kurz zuvor hatte sie ihr duales Studium erfolgreich abgeschlossen. Dass Marie schon während des Studiums gelernt hat, sich selbstständig in Gesetze und Vorschriften einzuarbeiten, hilft ihr jetzt täglich. Sei es bei der Umsetzung des Masernschutzgesetzes oder beim nachhaltigen Rattenmanagement im Bezirk: Marie kennt die Schnittstelle zwischen medizinischem Fachpersonal, Verwaltung und rechtlicher Umsetzung.

Portrait-Foto einer Frau

Nach ihrem Abschluss ging es für Marie ins Gesundheitsamt.

Während der Pandemie im Gesundheitsamt

Ihr Weg in die Verwaltung begann während der Corona-Pandemie. Im Dezember 2020 startete sie als ungelernte Kraft bei der Corona-Hotline. Rückblickend sagt sie: „Als ich angefangen habe, bei der Corona-Hotline zu arbeiten, habe ich gemerkt, wie bunt und divers dieses Team ist und wie es auch den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg repräsentiert. Ich fand es total cool zu entdecken, dass Verwaltung eben nicht super zugeknöpft, langweilig, steif und grau ist, sondern total bunt sein kann. Das hat mich motiviert, dieses Studium anzufangen und dauerhaft in der Verwaltung zu arbeiten.“

Portrait-Foto eines Mannes.

Nicolas Paulin ist im 3. Semester und ihm gefällt, dass das Duale Studium Öffentliche Verwaltung fächerübergreifend ist.

Etwas fürs Gemeinwohl tun

Auch Nicolas Paulin kam über die Pandemie zur Verwaltung. Der heute 31-Jährige hatte zuvor in der Eventbranche gearbeitet – bis Corona kam. „Ich habe damals staatliche Unterstützung erhalten. Das hat mir gezeigt, wie wichtig und auch nicht selbstverständlich solche Hilfen sind. Ich wollte dann gerne meinen Beitrag dazu leisten, dass solche Möglichkeiten auch noch in Zukunft bestehen.“ Heute ist Nicolas im dritten Semester seines dualen Studiums. Er findet es wichtig, dass Menschen in der Verwaltung die Werte des Grundgesetzes teilen und verteidigen: „Es braucht starke Menschen, die sagen: Da machen wir nicht mit, wenn Maßnahmen nicht grundrechtskonform sind.“ Was er besonders am Studium schätzt? „Besonders gut an meinem Dualen Studium Öffentlichen Verwaltung gefällt mir, dass es sehr fächerübergreifend ist. Es ist kein reines Jura-Studium – es werden zum Beispiel auch Aspekte der Soziologie und Sozialpsychologie behandelt. So hat man ein breit gefächertes Basiswissen, um später in der Verwaltung tätig sein zu können. Darüber hinaus gefällt mir zurzeit meine Praxisstelle sehr gut. Das ist ein tolles Team, tolle Leute und ich bin froh, Teil des Teams zu sein.“

Portrait-Foto einer Frau.

Sandra ist im 3. Semester und im Bereich Nachwuchsmanagement im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg tätig.

Ein strukturiertes Studium

Sandra ist ebenfalls im 3. Semester und im Bereich Nachwuchsmanagement im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg tätig. Nicolas und sie starteten gemeinsam ins Studium. Schon vor dem dualen Studium arbeitete sie bereits vier Jahre im Nachwuchsmanagement und konnte Erfahrungen in den Bereichen Recruiting und Nachwuchskräftebetreuung sammeln. Allein durch die verschiedensten Zielgruppen – von Ausbildung bis hin zum Nachwuchskräfteprogramm für Studienabsolvent*innen – hat sie wahrgenommen, wie viele verschiedene Möglichkeiten und Einsatzgebiete es im Bezirksamt gibt. Aktuell befindet sie sich im Praxissemester und betreut die Zielgruppe der Probezeitbeamt*innen und Trainees.

Für die öffentliche Verwaltung arbeiten heißt für sie auch, den Verwaltungsapparat hinter den Kulissen aufrechterhalten, ihn zukunftsfähig mitzugestalten, ein Teil davon zu sein. Um tagtäglich für die Anliegen der Bürger*innen da sein zu können, arbeiten allein im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg etwa 2000 Beschäftigte – und das nicht nur in direktem Bürger*innenkontakt. „Man fühlt sich als ein Teil des großen Ganzen“, findet Sandra und ergänzt: „In meinem vorangegangenen Studium bedeuteten Semesterferien Vollzeitarbeit, um möglichst viel Geld zu verdienen. Heute habe ich durch die 30 Tage Jahresurlaub, die ich in den vorlesungsfreien Zeiten nehmen kann, auch wirklich frei.“

Das Studium ist strukturiert aufgebaut, hat eine Klassengröße von rund 40 Personen und kombiniert Rechtswissenschaft, Politik, Wirtschaft und Sozialwissenschaften. Für viele ist es ein Vorteil, dass es verschulter ist als ein klassisches Hochschulstudium: Es gibt feste Module, regelmäßigen Kontakt zu Lehrenden und ein verbindliches Curriculum. Gleichzeitig ist das Studium anspruchsvoll, betonen Marie, Nicolas und Sandra gleichermaßen.

Vielfalt der Praxis und Vielfalt im Team

Während des Studiums durchlaufen die Studierenden mehrere Praxisstationen in unterschiedlichen Ämtern und Fachbereichen. Marie war unter anderem im Schul- und Sportamt, beim Straßen- und Grünflächenamt und im Controlling, aber ist jetzt nach Abschluss des Studiums genau dort, wo sie 2020 bei der Corona-Hotline angefangen hat und hinwollte: im Gesundheitsamt. Nicolas ist sich noch nicht ganz sicher, wo es ihn nach dem Studium hinziehen wird, aber dass er bleiben will, steht fest. Sandra möchte nach dem jetzigen Praxissemester ins Jugendamt und kann sich gut vorstellen, dort auch nach dem Studium zu arbeiten. In jedem Fall findet sie es gut, dass man im Rahmen des Studiums die Möglichkeit hat, Einblicke in die verschiedensten Arbeitsgebiete zu bekommen und dass Rücksicht auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse genommen wird.

Was alle drei ebenfalls hervorheben: die Vielfalt der Menschen in der Verwaltung. Für Marie war es das erste Mal, dass sie in einem Arbeitsumfeld ganz sie selbst sein konnte. „Ich wurde am ersten Tag von einem queeren Kollegen begrüßt und habe gemerkt: Hier kann ich ich sein.“

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