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Haftbefehl wegen versuchten Mordes

Polizeimeldung vom 22.02.2021
Tempelhof-Schöneberg

Nr. 0418
Ein Ermittlungsrichter verkündete gestern auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin dem 37-jährigen mutmaßlichen Autoraser einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Der Mann durchbrach am vergangenen Sonnabend gegen 12 Uhr mit seinem Mitsubishi eine Verkehrskontrolle in der Hauptstraße und fuhr hierbei auf zwei Polizisten zu. Die beiden Beamten konnten sich nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Durch seine sehr schnelle und rücksichtslose Fahrweise gefährdete er auf seiner Flucht zahlreiche Passanten, die sich ebenfalls durch Zurückweichen oder einen Sprung zur Seite retten konnten. Im Bereich des Heinrich-Lassen-Parks in der Belziger Str., in dem die Fahrbahn durch eine Baustelle eingeengt ist, fuhr das Fahrzeug auf eine Frau zu, die sich ebenfalls durch einen Sprung zurück in Sicherheit bringen musste.

Die 1. Mordkommission ist auf der Suche nach weiteren Zeugen, die nähere Angaben zu dieser Flucht machen können bzw. selbst durch das Fahrzeug gefährdet wurden. In diesem Zusammenhang stellt die Polizei folgende Fragen:

Wer kann Angaben zur Fahrt des PKW zwischen Hauptstraße und Apostel-Paulus-Straße machen?
Wer musste sich selbst vor dem beschriebenen PKW in Sicherheit bringen?
Wurde die Fahrt des PKW von Passanten durch Foto bzw. Video aufgenommen?
Wer kann Angaben zu der weiblichen Passantin machen, die hier dringend als Geschädigte /Zeugin gesucht wird?

Hinweise nimmt die 1. Mordkommission des Landeskriminalamts in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664-911111 (mit Anrufbeantworter), per E-Mail oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Erstmeldung Nr. 0404 vom 21. Februar 2021: Autofahrer raste auf Polizisten zu – Festnahme
Wegen eines versuchten Tötungsdeliktes muss sich ein Autofahrer seit gestern Mittag verantworten, der in Schöneberg auf zwei Polizisten zugerast ist. Sie mussten zur Seite springen, um nicht von dem Fahrzeug erfasst zu werden. Bisherigen Ermittlungen zufolge wollten die beiden Beamten im Alter von 25 und 26 Jahren den 37-jährigen Autofahrer in der Hauptstraße wegen eines zuvor begangenen Geschwindigkeitsverstoßes anhalten. Der Mann soll die Anhaltezeichen der Beamten jedoch missachtet und auf sie zugerast sein. Durch einen Sprung zur Seite konnten die Einsatzkräfte verhindern, von dem Mitsubishi-Fahrer erfasst zu werden. Der Mann flüchtete vom Ereignisort und überfuhr im Verlauf seiner Flucht mehrere rote Ampeln. In der Belziger Straße soll eine bislang unbekannte Fußgängerin beim Überqueren der Straße beiseite gesprungen sein, um nicht von dem Fluchtauto erfasst zu werden. Zur Unterstützung herbeigerufene Einsatzkräfte stellten kurze Zeit später den Fahrer in der Schwäbischen Straße / Karl-Schrader-Straße. Bei der Überprüfung des Mannes stellte sich heraus, dass er unter Einfluss von Drogen stand und er keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Der wegen mehrerer Verkehrsdelikte polizeibekannte Mann wurde nach einer Blutentnahme der 1. Mordkommission des Landeskriminalamtes überstellt und soll heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.