Gemeinsame Meldung der Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin
Nr. 1474
Seit Ende 2024 ermittelt das Landeskriminalamt Berlin im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gegen insgesamt 20 Beschuldigte im Alter von 19 bis 57 Jahren. Sie sollen Bestücker größerer und kleinerer Bunkerwohnungen sein. Zur Lagerung der zum Weiterverkauf bestimmten Betäubungsmittel sollen die Beschuldigten mehrere Wohnungen in Berlin und eine Wohnung in Brandenburg genutzt haben. Gestern wurden in Berlin und Brandenburg 28 von der Staatsanwaltschaft Berlin zuvor erwirkte gerichtliche Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Es wurden Aufenthaltsanschriften und sogenannte Bunkerwohnungen der Beschuldigten in Friedrichhain–Kreuzberg (12), Tempelhof-Schöneberg (5), Neukölln (2), Mitte (2), Pankow (2) und Lichtenberg (3) sowie in Blankenfelde–Mahlow (2) durchsucht.
Dabei wurden Beweismittel wie u. a. Rauschgift unterschiedlicher Art im zweistelligen Kilogrammbereich, Bargeld in sechsstelliger Höhe, Stichwaffen, eine PTB-Waffe und digitale Spurenträger sichergestellt. Vierzehn Beschuldigte im Alter zwischen 25 und 42 Jahren wurden gestern vorläufig festgenommen. Sie werden heute zwecks Erlasses von Haftbefehlen einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Tiergarten vorgeführt.
Die Ermittlungen sowie die Sichtung und Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauern an.