Polizisten mit Waffe bedroht - Wohnungsdurchsuchung

Polizeimeldung vom 19.09.2026

Spandau

Nr. 1215
Einsatzkräfte des Abschnitts 22 wurden in der vergangenen Nacht zu randalierenden Personen nach Spandau gerufen. In einem Mehrfamilienhaus in der Grenadierstraße, in dem sich die Personen aufhalten sollten, trafen sie den bisherigen Erkenntnissen zufolge gegen 2 Uhr auf drei Männer im Hausflur, von denen einer, ein 38-Jähriger, sofort eine Schusswaffe auf die Beamten gerichtet haben soll. Die Einsatzkräfte forderten den Mann aufgrund der Bedrohungssituation unter Vorhalt ihrer Dienstwaffen zum Ablegen der Waffe auf. Nachdem er dieser Forderung nachgekommen war, brachten die Polizisten aus Eigensicherungsgründen alle drei Männer zu Boden und legten ihnen Handfesseln an. Der 38-Jährige leistete dabei erheblichen Widerstand. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei der Waffe um eine durchgeladene Schreckschusswaffe, die beschlagnahmt wurde. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwältin wurde der Tatverdächtige für eine Blutentnahme und die Feststellung seiner Identität in einen Polizeigewahrsam gebracht und die Wohnung des 38-Jährigen im selben Mehrfamilienhaus durchsucht. Dabei fanden die Einsatzkräfte unter anderem eine weitere Schreckschusswaffe, eine Armbrust mit Aufsatzvisier, diverse Munition, einen Dolch und eine Axt mit Dornen am Griff. Alle Gegenstände wurden beschlagnahmt. Der Tatverdächtige wies bei einem freiwilligen Atemalkoholtest einen Wert von etwa 2,8 Promille auf. Er wurde nach den polizeilichen Maßnahmen im Gewahrsam entlassen. Die anderen beiden Männer, 35 und 60 Jahre alt, waren bereits im Hausflur entlassen worden. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bedrohung mit Waffen, wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Verstößen gegen das Waffengesetz dauern an. Die eingesetzten Polizeikräfte blieben unverletzt.