Geschwindigkeitskontrollen im Rahmen der zweiten ROADPOL-Aktionswoche „Speedweek“ 2026 – Polizei Berlin zieht Bilanz

Polizeimeldung vom 10.08.2026

berlinweit

Nr. 0962
Im Zeitraum vom 3. bis 9. August 2026 beteiligte sich die Polizei Berlin an der europaweiten Geschwindigkeitskontrollaktion „ROADPOL Speedweek“. Nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit stellt eine der Hauptunfallursachen im Straßenverkehr dar. Mit zunehmender Geschwindigkeit verlängern sich Reaktions- und Bremswege, wodurch sowohl das Unfallrisiko als auch die Schwere möglicher Unfallfolgen erheblich zunehmen. Wie bereits bei der letzten Aktionswoche im April 2026 wurden die Kontrollorte geheim gehalten. Die Polizei Berlin setzt damit weiterhin auf flexible und unvorhersehbare Kontrollen in der gesamten Hauptstadt.

Während der Aktionswoche wurden an insgesamt 247 Kontrollorten die Geschwindigkeiten von nahezu 155.000 Fahrzeugen gemessen. Hierbei stellten die Kontrollteams 12.413 Geschwindigkeitsverstöße fest. In 61 Fällen überschritten Fahrerinnen und Fahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 31 km/h und müssen nun mit einem mindestens einmonatigen Fahrverbot rechnen. Im Vergleich zum identischen Vorjahreszeitraum ohne besondere Schwerpunktmaßnahmen zeigt sich eine positive Entwicklung. Trotz einer höheren Anzahl durchgeführter Geschwindigkeitskontrollen (+66) ging die Zahl der festgestellten Geschwindigkeitsverstöße um 2.659 Fälle zurück. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Aktionstage und Aktionswochen einen ergänzenden Baustein der Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei Berlin darstellen. Die Überwachung der Einhaltung zulässiger Höchstgeschwindigkeiten erfolgt weiter ganzjährig, lageorientiert und flexibel im gesamten Stadtgebiet. Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer können also jederzeit mit entsprechenden Kontrollen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr rechnen.

Neben den im Fokus stehenden Geschwindigkeitsverstößen wurden 259 weitere Verkehrsordnungswidrigkeiten sowie 35 Straftaten festgestellt. Darunter befanden sich elf Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer ohne die erforderliche Fahrerlaubnis sowie sechs mit Kraftfahrzeugen ohne den vorgeschriebenen Versicherungsschutz. Darüber hinaus bestand bei 43 Kontrollierten der Verdacht einer Beeinflussung durch Alkohol oder andere berauschende Mittel. In zwei Fällen wurde eine Blutentnahme angeordnet. Neben den Kontrollmaßnahmen informierten Verkehrssicherheitsberaterinnen und -berater der Polizei Berlin in nahezu 100 Präventionsgesprächen über unterschiedliche Gefahren im Straßenverkehr. Schwerpunkte waren unter anderem die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit sowie die sichere Beförderung von Kindern und Tieren im Fahrzeug.

Auch mit Beginn des neuen Schuljahres Ende August wird die Polizei Berlin im Rahmen der Schulwegsicherheit einen besonderen Schwerpunkt auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im Umfeld von Schulen und anderen sensiblen Einrichtungen legen. Kinder sollen auf ihrem Schulweg im öffentlichen Verkehrsraum noch sicherer unterwegs sein können.