In Auseinandersetzung lebensgefährlich verletzt

Polizeimeldung vom 30.05.2026

Charlottenburg-Wilmersdorf

Nr. 0639
In Wilmersdorf erlitt ein Heranwachsender während der gestrigen Mittagsstunden im Verlauf einer Auseinandersetzung eine Stichverletzung. Gemäß Zeugenaussagen kam es gegen 13:30 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren jungen Männern auf dem Gehweg der Prinzregentenstraße. Den Zeugen zufolge sollen sich auf der einen Seite zwei Männer, 18 und 19 Jahre alt, und auf der widerstreitenden Seite drei Männer befunden haben, die aufeinander einschlugen. Im Verlauf der Schlägerei soll ein Tatbeteiligter der größeren Gruppe ein Messer hervorgeholt und mit diesem dem 18-Jährigen eine lebensgefährliche Stichverletzung zugefügt haben. Der 18-Jährige zog sich daraufhin vom Ort zurück. Sein 19-jähriger Begleiter soll unterdessen von den Kontrahenten weiter mit Fußtritten und Faustschlägen angegriffen worden sein. Kurze Zeit später kehrte der 18-Jährige zurück und es kam zu weiteren gegenseitigen Angriffen. Erst als mehrere Zeugen eingriffen und die Gruppen voneinander trennten, konnte die Auseinandersetzung beendet werden. Der mutmaßliche Messerstecher und dessen mutmaßliche Komplizen flüchteten nun in Richtung Volkspark Wilmersdorf. Alarmierte Rettungskräfte brachten den 18-Jährigen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus, wo er sofort operiert werden musste. Den derzeitigen Erkenntnissen zufolge, bestand seit gestern kurz vor Mitternacht, nach einer weiteren Not-OP, keine Lebensgefahr mehr. Der 19-Jährige erlitt Prellungen und Schürfwunden. Eine Absuche nach den drei flüchtigen Beteiligten verlief ohne Erfolg. Im Zuge der Suchmaßnahmen sind zwei nahegelegene Schulen von den Einsatzkräften gesichert worden, da zwischenzeitlich der Verdacht bestand, dass die Flüchtigen sich dorthin gewandt haben könnten. Gegen 16 Uhr erschien auf der Wache eines Polizeiabschnittes ein 19-jähriger Tatbeteiligter und stellte sich. Die Einsatzkräfte nahmen ihn fest und brachten ihn in ein Polizeigewahrsam, wo er dem Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 (West) überstellt wurde. Die Ermittlungen dauern an.