Nr. 1553
Unbekannte versuchten gestern Abend, eine Regenbogenfahne in Mitte zu rauben. Nach bisherigen Ermittlungen saß gegen 20.15 Uhr ein 30-Jähriger mit einem weiteren Mann auf der Brüstung der Humboldt Promenade am Berliner Schloss. Beide hielten eine Regenbogenfahne zwischen sich. Von der Karl-Liebknecht-Brücke kamen Zeugenaussagen zufolge plötzlich fünf Jugendliche, die Unverständliches brüllten und auf den Sitzenden zustürmten. Einer der Jugendlichen soll sofort versucht haben, dem 30-Jährigen die Fahne aus der Hand zu reißen und ihm ins Gesicht geschlagen haben. Eine 45-jährige Person, die das Geschehen beobachtete, schritt ein, um den 30-Jährigen zu schützen. In der Folge wurde auch die 45-jährige Person von weiteren Personen aus der Gruppe angegriffen und verletzt. Als zwei weitere Zeugen der Tat in das Geschehen eingriffen und die Polizei alarmierten, flüchteten die Angreifer wieder in Richtung Karl-Liebknecht-Straße. Alarmierte Rettungskräfte behandelten den 30-Jährigen
aufgrund seiner Gesichtsverletzungen ambulant am Ort. Die 45-jährige Person brachten sie zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus, wo sie ebenfalls ambulant behandelt wurde. Die weiteren Ermittlungen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes, da eine politische Tatmotivation derzeit nicht ausgeschlossen werden kann.
Versuchter Raub einer Regenbogenfahne
Polizeimeldung vom 26.07.2024
Mitte