Gemeinsame Meldung von Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin
Nr. 0806
Rund 60 Polizeikräfte der Polizei Berlin durchsuchten heute im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin eine Wohnung in Berlin Prenzlauer Berg, Geschäftsräume in Berlin Spandau, eine Wohnung in Brandenburg sowie drei Autos wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Beschuldigt ist ein 51 Jahre alter Mann, der möglicherweise der sog. „Reichsbürger- und Selbstverwalterszene“ zuzurechnen und seit Jahren als Sportschütze aktiv ist. Im Rahmen dessen soll er auf der Geschäftsstelle seines Schützenverbandes widerrechtlich Munition und Waffenteile einer vollautomatischen Kriegsschusswaffe gelagert haben.
Im Rahmen der Durchsuchungen, die zudem auch in den Geschäftsräumen des mit den Strafverfolgungsbehörden kooperierenden Schützenverbandes erfolgten, konnten u.a. Hieb-/Stichwaffen und Waffenteile beschlagnahmt werden. Der Beschuldigte wurde zwecks erkennungsdienstlicher Behandlung vorläufig festgenommen. Die Entscheidung über die weiteren Maßnahmen finden in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft statt. Ein Verfahren zum dauerhaften Entzug der waffenrechtlichen Erlaubnisse sowie der legalen Schusswaffen wurde eingeleitet.
Am Abend, dem 25.07.2026, gegen 22 Uhr wurden auf dem Ahornsteig im Großen Tiergarten in Berlin mehrere Personen von einem Pkw angefahren. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt, darunter auch lebensgefährlich.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand gibt es mindestens einen Tatverdächtigen. Bei dem beteiligten Fahrzeug handelt es sich um einen weißen Pkw.
Helfen Sie unseren Ermittlerinnen und Ermittlern!
Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sachdienliche Hinweise sowie selbst gefertigte Fotos oder Videos zum Tatgeschehen über das folgende Hinweisportal für die weiteren Ermittlungen zu übermitteln:
Durchsuchungen bei Sportschützen wegen Kriegswaffenbesitzes
Polizeimeldung vom 18.04.2024
bundesweit