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Mutmaßlicher Taschendieb verletzt Polizisten

Polizeimeldung vom 20.01.2022

Friedrichshain-Kreuzberg

Nr. 0166
Bei einem Polizeieinsatz in Kreuzberg verletzte vorgestern Abend ein mutmaßlicher Taschendieb einen Polizisten im Gesicht. Am Dienstag gegen 18.10 Uhr waren Polizeikräfte in ziviler Kleidung auf einen Streit auf dem U-Bahnhof Schönleinstraße zwischen zwei Männern aufmerksam geworden, der entstanden sein soll, weil einer der beiden sich an dem Rucksack des anderen zu schaffen gemacht haben soll, dieser das jedoch bemerkt habe. Als ein Polizeibeamter die beiden sich körperlich attackierenden Männer voneinander trennte und sich mehrfach als Polizist zu erkennen gab, richtete sich die Aggressivität eines der beiden Streitenden, eines 20-Jährigen, nicht mehr gegen seinen bisherigen Kontrahenten, sondern gegen den Beamten. Er wehrte sich massiv gegen die Festnahme, schlug und trat den Beamten und rammte ihm seinen Kopf ins Gesicht, wodurch der Polizist aus der Nase zu bluten begann. Dessen Kollegin hatte zunächst den Begleiter des 20-Jährigen davon abhalten müssen, zu diesem zu gelangen und hatte zeitgleich Unterstützung angefordert, bevor sie ihrem Kollegen zur Hilfe eilte. Gemeinsam schafften sie es, den sich weiterhin mit aller Kraft wehrenden Mann zu Boden zu bringen. Als wenig später weitere Polizeikräfte zur Unterstützung eintrafen, gelang es, den 20-Jährigen zu sichern und ihn festzunehmen. Der Mann, an dessen Rucksack sich der nun Festgenommene zuvor zu schaffen gemacht hatte, war inzwischen davongerannt. Der Festgenommene, der bei der Festnahme eine Beinverletzung erlitten hatte, wurde zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde ihm Blut abgenommen und er wurde für die weiterermittelnde Kriminalpolizei eingeliefert. Der im Gesicht verletzte Polizeibeamte musste ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt werden und trat anschließend vom Dienst ab. Videoaufzeichnungen des U-Bahnhofs wurden gesichert, die Ermittlungen gegen den 20-Jährigen wegen des Verdachts des versuchten Taschendiebstahls, des tätlichen Angriffs und des Widerstands dauern an.