Eröffnung einer Sonderausstellung

Polizeimeldung vom 27.07.2021
Tempelhof-Schöneberg

Nr. 1633
In den Räumen der Polizeihistorischen Sammlung im Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke 6 in Tempelhof eröffnete die Polizeipräsidentin in Anwesenheit von Frau Dr. Sandra Kry und Herrn Dr. Sven Hartwig, beide vom Institut für Rechtsmedizin der Charité, sowie Herrn Dr. Rainer Kern vom Institut für die Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin eine Sonderausstellung zum renommierten Gerichtsmediziner Otto Prokop.
Die Ausstellung, bei der es sich um eine Leihgabe des Universitätsklinikums Charité handelt, kann bis zum 30. September 2021 kostenfrei von Montag bis Mittwoch, jeweils von 9 bis 15 Uhr besichtigt werden.

In fünf Kapiteln folgt die Ausstellung dem ungewöhnlichen Lebensweg einer ärztlichen Persönlichkeit, die wie kaum eine zweite das Ansehen der Charité im geteilten Berlin prägte. Als Forscher und Wissenschaftsorganisator, Gutachter und Autor war er ein international angesehener Wanderer zwischen den Welten.
Als überzeugter Naturwissenschaftler machte er sein Fach nach den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs in Berlin wieder groß. Politisch hielt er sich stets auf Distanz, die gesellschaftlichen Verhältnisse trug er jedoch loyal mit.
Bis heute bleibt es erstaunlich, mit welcher Zielstrebigkeit und Entschlossenheit der österreichische Staatsbürger 1957 den Standortwechsel von Westdeutschland in die DDR vollzogen hat. Das Gerichtsmedizinische Institut an der Hannoverschen Straße wurde beruflich und privat sein Zuhause. Dort wohnte und lebte er mit seiner Familie über weite Strecken seiner aktiven Laufbahn. In umfassender Weise machte er es zu „seinem“ Institut.

Die Polizeipräsidentin Frau Dr. Slowik lobte in ihrer Eröffnungsrede das Engagement des Herrn Prokop, skizzierte seinen faszinierenden (beruflichen) Lebensweg und bedankte sich beim Institut der Rechtsmedizin, dem Institut für die Geschichte der Medizin und dem Medizinhistorischen Museum der Charité, dass die Polizei Berlin die Ausstellung übernehmen durfte.

Hinweise zu Hygienemaßnahmen beim Besuch der Ausstellung:
  • Ein negativer Test oder ein Impfnachweis ist erforderlich.
  • In der Ausstellung muss eine Mund-Nase-Bedeckung (FFP2-Maske) getragen werden.
  • Bitte achten Sie auf den Mindestabstand zu anderen Personen.