Nr. 0870
Einsatzkräfte der Polizei sowie Bedienstete des Ordnungsamtes Charlottenburg-Wilmersdorf kontrollierten gestern Vormittag aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung ein Hotel in Charlottenburg. Gegen 10 Uhr betraten die Dienstkräfte die Herberge in der Wundtstraße. Dabei stellten sie fest, dass der Betreiber die Personalien seiner Gäste nicht dokumentiert hatte und auch keine konkreten Auskünfte zu den Personen geben konnte.
Bei der anschließenden behördlichen Überprüfung der Anwesenden stellte sich heraus, dass sich Einzelpersonen und ganze Familien eingemietet hatten, die regulär in Unterkünften für Geflüchtete untergebracht waren. Durch den Wechsel des Aufenthaltsortes wollten sie sich mutmaßlich einer avisierten Abschiebung entziehen. Hierzu wurden Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz eingeleitet und die Aufenthaltsdokumente eingezogen. Die 13 Erwachsenen, zwei Jugendliche und neun Kinder wurden anschließend in ihre vorgesehenen Unterkünfte verwiesen.
Zudem wurde ein 26-Jähriger angetroffen, der sich unerlaubt in Deutschland aufhält. Nach der Feststellung seiner Personalien, einer erkennungsdienstlichen Behandlung und Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen unerlaubten Aufenthalts wurde er dem Landesamt für Einwanderung überstellt.
Darüber hinaus fanden die Einsatzkräfte in den genutzten Zimmern diverse Süßwaren-, Kosmetik-, Haushalts- und Elektronikartikel sowie verschiedene Werkzeuge in Originalverpackungen in für Privathaushalte unüblichen Mengen. Die Gegenstände wurden wegen Verdachts des Diebstahls allesamt beschlagnahmt und entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Auf Anordnung des Ordnungsamtes untersagten die Einsatzkräfte den Weiterbetrieb des Hotels und versiegelten den Gewerbebetrieb. Der 65-jährige Betreiber muss sich neben der Beihilfe zum Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz auch wegen Zuwiderhandlungen gegen die Infektionsschutzmaßnahmen- und Gewerbeverordnung verantworten.
Insgesamt waren an dem bis etwa 14 Uhr andauernden Einsatz zwei Mitarbeitende des Ordnungsamtes sowie 14 Polizeikräfte beteiligt.
Am Abend, dem 25.07.2026, gegen 22 Uhr wurden auf dem Ahornsteig im Großen Tiergarten in Berlin mehrere Personen von einem Pkw angefahren. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt, darunter auch lebensgefährlich.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand gibt es mindestens einen Tatverdächtigen. Bei dem beteiligten Fahrzeug handelt es sich um einen weißen Pkw.
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Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sachdienliche Hinweise sowie selbst gefertigte Fotos oder Videos zum Tatgeschehen über das folgende Hinweisportal für die weiteren Ermittlungen zu übermitteln:
Gemeinsamer Einsatz mit dem Ordnungsamt - Hotel versiegelt
Polizeimeldung vom 21.04.2021
Charlottenburg-Wilmersdorf