Polizei bittet um Hinweise nach schwerem Ereignis im Tiergarten

 
Am Abend, dem 25.07.2026, gegen 22 Uhr wurden auf dem Ahornsteig im Großen Tiergarten in Berlin mehrere Personen von einem Pkw angefahren. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt, darunter auch lebensgefährlich.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand gibt es mindestens einen Tatverdächtigen. Bei dem beteiligten Fahrzeug handelt es sich um einen weißen Pkw.

Helfen Sie unseren Ermittlerinnen und Ermittlern!

Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sachdienliche Hinweise sowie selbst gefertigte Fotos oder Videos zum Tatgeschehen über das folgende Hinweisportal für die weiteren Ermittlungen zu übermitteln:

Zum Hinweisportal

Projekt I-WASH

KI-gestützte Prozessoptimierung und Analyse in der Geldwäschebekämpfung

Logo I-Wash (Blauer Kreis mit Euro-Symbol, daneben eine Lupe und darunter Schriftzug)

Ausgangslage und Projektziel

Die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung ist ein zentraler Bestandteil der Sicherheitspolitik und Strafverfolgung in Deutschland. Angesichts zunehmender Datenmengen, einer wachsenden Komplexität finanzieller Sachverhalte und fortschreitender Digitalisierung entwickeln sich die Anforderungen an Analyseverfahren und Ermittlungsarbeit kontinuierlich weiter.

Vor diesem Hintergrund wurde das Forschungsprojekt I‑WASH – „Intelligente und effiziente Geldwäscheermittlung durch KI‑basierte Prozessautomatisierung und fallübergreifende Mustererkennung“ – initiiert. Es untersucht, wie datenbasierte Analyseverfahren und Methoden der Künstlichen Intelligenz dazu beitragen können, komplexe Finanzermittlungen zu unterstützen und bestehende Auswerte- und Bearbeitungsprozesse gezielt zu ergänzen.

Forschungsschwerpunkte

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Erforschung KI-gestützter Verfahren zur Unterstützung der polizeilichen Bearbeitung (Erfassung, Analyse und Auswertung) von Geldwäscheverdachtsmeldungen sowie zugehöriger Informationsbestände. Ziel ist es, bestehende Analyse- und Auswerteverfahren durch moderne technische Verfahren der Informationsaufbereitung und Datenanalyse zu ergänzen und weiterzuentwickeln. Die fachlichen Bewertungen und Entscheidungen erfolgen weiterhin durch die zuständigen Bearbeiterinnen und Bearbeiter.

Der erste Forschungsschwerpunkt von I-WASH befasst sich mit der Unterstützung der Einzelfallbearbeitung. Hier werden Ansätze der Künstlichen Intelligenz erforscht, die einerseits die Identifikation, Strukturierung und Aufbereitung der für die Geldwäscheermittlung relevanten Informationen unterstützen können und andererseits eine automatisierte, nachvollziehbare Dokumentation und Aufbereitung von Analyseergebnissen bereitstellen sollen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der fallübergreifenden Analyse von Geldwäschesachverhalten. Hier werden graphbasierte Machine-Learning-Verfahren erforscht, die Zusammenhänge, wiederkehrende Muster sowie auffällige Strukturen in umfangreichen Datenbeständen sichtbar machen können und diese Informationen zu Netzwerken verknüpfen. Ziel ist es, zusätzliche Analyseperspektiven bereitzustellen und bestehende Auswerteverfahren durch technologische Innovationen zu ergänzen.

Zusammenarbeit im Projektverbund

I-WASH wird als interdisziplinäres Verbundprojekt unter der Koordination der Polizei Berlin umgesetzt. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) und der T-Systems Information Services GmbH (IFS) werden Verfahren und Ansätze aus den Bereichen Datenanalyse, Künstliche Intelligenz sowie Informationsverarbeitung erforscht, weiterentwickelt und hinsichtlich ihre Anwendbarkeit in der polizeilichen Praxis erprobt. Die Zusammenarbeit verbindet wissenschaftliche Expertise, technologische Kompetenz und praktische Erfahrung aus dem Bereich der Geldwäschebekämpfung. Darüber hinaus begleiten die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) der Generalzolldirektion, die Staatsanwaltschaft Berlin, das Landeskriminalamt Nordrhein‑Westfalen und das Bundeskriminalamt das Vorhaben als assoziierte Projektpartner mit ihrer fachlichen Expertise.

Förderung des Vorhabens

Gefördert wird I‑WASH durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen der Förderrichtlinie „Anwendungen in der zivilen Sicherheit“ des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit – Gemeinsam für ein sicheres Leben in einer resilienten Gesellschaft“ der Bundesregierung.

Beitrag zum technologischen Fortschritt

I-WASH leistet einen Beitrag zur Erprobung und Integration moderner technologischer Verfahren für die Geldwäschebekämpfung. Durch die Verbindung aktueller Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz mit den Anforderungen der polizeilichen Praxis werden neue Möglichkeiten der datengestützten Analyse und Informationsaufbereitung geschaffen und untersucht. Die im Rahmen des Projekts erprobten Ansätze und gewonnenen Erkenntnisse können langfristig Impulse für weitere Bereiche der Strafverfolgung liefern, in denen vergleichbare Anforderungen an die Informationsaufbereitung, Datenanalyse und Auswertung komplexer Sachverhalte bestehen.

Logo Bundesministerium für ­Forschung, Technologie und Raumfahrt

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