Enkeltrickbetrug

Dieb versucht einer Senioren Geld zu entwenden
Bild: Aleutie/Depositphotos.com

Beim sogenannten “Enkeltrick“ rufen die Täter Menschen mit alt klingenden Vornamen an und lassen sich als Verwandte oder Bekannte erraten („rate mal wer hier spricht?“). Die Opfer geraten aufgrund eines Telefonbucheintrages (ausgeschriebener Vorname) ins Visier der Täter und werden mit unterdrückter Rufnummer angewählt. Nach einem kurzen „Smalltalk“ wird eine Geldnotlage, z. B. bei einem Immobilienkauf oder Autokauf, vorgebracht. Das Opfer wird gebeten kurzfristig mit mehreren tausend Euro auszuhelfen. Ebenso fragen die Anrufer das Opfer nach dem Besitz von Schmuck, Gold, Barvermögen oder Bankguthaben. Der angebliche Verwandte/Bekannte ist bei einer vereinbarten Geldübergabe dann stets kurzfristig verhindert. Der Abholer tritt dann als angeblich entsandte Vertrauensperson z. B. des Autohauses oder eines Notariates auf.

Abwandlung:

Beim sogenannten “Schockanruf” erklärt der Anrufer, ein Bekannter/Verwandter habe einen Autounfall verursacht.

Die Polizei rät:

  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Seien Sie misstrauisch wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben.
  • Nehmen Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit Ihren Familienangehörigen Kontakt auf!
  • Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen Sie diese mit bereits bekannten Nummern. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten oder vertrauten Nummer selbst an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen!
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110.
  • Lassen Sie sich gegebenenfalls aus dem Telefonbuch streichen oder zumindest Ihren Vornamen abkürzen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
Polizei-Beratung.de