Urlaub, Städtetrip, Wochenendausflug… diese gelöste Stimmung nutzen an beliebten touristischen Orten in Berlin die Spendensammelbetrüger.
Die Betrüger treten für gewöhnlich zu zweit oder in größeren gelockerten Gruppen auf. Haben sie ein geeignetes Opfer erspäht, treten sie zunächst allein oder zu zweit an das potenzielle Opfer heran, zeigen ihre Spendensammelliste und fordern gestikulierend zur Unterschrift und zu einer Spende auf.
Vielfach wird das Klemmbrett mit der Spendensammelliste auch dazu genutzt, um Taschen oder Geldbörsen abzudecken und Geld oder Handys zu stehlen.
Wendet sich die geschädigte Person ab, kommt die größere Gruppe zusammen, bedrängt und begleitet ihn ohne seine Zustimmung solange, bis entweder doch Geld gespendet wird oder sich die bedrängte Person aus der Situation lösen kann. Diese „Begleitung“ wird mitunter ebenfalls zum Taschendiebstahl genutzt.
Gesammelt wird für eine nicht existente Organisation oder aus einem trügerischen Anlass.
Insbesondere wird von den Tätern gern eine Spendensammelliste mit Symbolen für Rollstuhlfahrer und Gehörlose verwendet. Dieser Landesverband ist nicht existent! Das Geld wird ausschließlich durch die Betrüger für den eigenen Lebensunterhalt verwendet.
In den Wintermonaten und kälterer Witterung begeben sich die Spendensammelbetrüger auch in Supermärkte, Drogerien und Einkaufscenter um dort gezielt Personen anzusprechen.