Haben die Angerufenen keine Wertgegenstände zu Hause, werden sie stets nach Vermögenswerten befragt, welche womöglich bei den Bankinstituten hinterlegt sind. Unter dem Vorwand der Verschwiegenheit werden die Angerufenen gebeten zur Bank zu gehen und einen möglichst hohen Geldbetrag abzuheben. Die Angerufenen werden instruiert, auf Fragen der Bankmitarbeitende anzugeben, dass das Geld für eine Weltreise, Renovierung oder ähnliches benötig werde. Oft werden die Geschädigten aufgefordert mehrere Bankfilialen in kurzer Zeit aufzusuchen und die so eingesammelten Gelder am Ende an eine fremde Person zu übergeben.
Den Bankmitarbeitenden obliegt bei diesen Betrugsphänomenen eine besondere Verantwortung. Aus polizeilicher Sicht sind sie oftmals die letzte Instanz, die in der Lage ist, die Vollendung der Straftat zu verhindern. Das Problem: Täglich kommen Menschen mit ungewöhnlichen Auszahlungswünschen in die Bankfiliale. Nun gilt es, eventuelle Opfer von Straftaten von den normalen Kunden zu unterscheiden.