Im 1. Bauabschnitt wird für den Urbanhafen zwischen Baerwaldbrücke und dem Eingang Planufer geplant.
Start für die Planung der Baumaßnahmen am Urbanhafen (1. Bauabschnitt) war im September 2023.
Das Landschaftsarchitekturbüro Levin Monsigny wurde beauftragt, die Baumaßnahmen am Urbanhafen zu planen, zusammen mit der ASPHALTA Ingenieurgesellschaft für Verkehrsbau.
Das Plangebiet weist einige Besonderheiten auf, die Berücksichtigung erfordern. Der Uferweg, der eine sichere und konfliktarme Begegnung von Fuß- und Radverkehr ermöglichen soll, bildet zwischen der Grundstücksgrenze zum Vivantes-Klinikum und dem Landwehrkanal eine Engstelle. Hier gilt es, die erforderliche Mindestbreite sowohl für den Gehweg als auch für den Fahrradverkehr sicherzustellen und gleichzeitig den Schutz der angrenzenden Bäume zu gewährleisten.
Im Ergebnis der Entwurfsplanung wird im Park ein verbreiterter Gehweg mit Sitzgelegenheiten geplant, der vor allem dem Fußgängerverkehr vorbehalten bleibt. Der Fahrradverkehr kann wegen der fehlenden Wegebreite nur nachrangig ermöglicht werden.
Die Parkwege bekommen einen abgestreuten Asphaltbelag, der ihren robusten Charakter erhält, aber ganzjährig barrierefrei genutzt werden kann.
Im Bereich der Restaurantschiffe wird es eine barrierefreie Rampe mit anschließender Plattform am Wasser geben. Damit wird ein Zugang zum Landwehrkanalufer für alle realisiert.
Der Uferbalkon wird behutsam erneuert. Die verwunschene Atmosphäre soll bestehen bleiben. Das Unterholz wird teilweise zurückgeschnitten. Stufen als informelle Sitzgelegenheiten werden die Nutzung verbessern.
Eingebettet in den Baumbestand entsteht südlich der Liegewiese ein großer, attraktiver und in Teilen barrierefreier Spielplatz. Die Fläche wird zweigeteilt sein, um den unterschiedlichen Bedürfnissen von Kindern im Alter zwischen 0 und 10 Jahren gerecht zu werden.
Die Freiflächen am Urbanhafen sind neben der Grünflächenversorgung auch ein wichtiges innerstädtisches Refugium für die Pflanzen- und Tierwelt. Der Baumbestand sorgt für Abkühlung und Frischluft, gleichzeitig bietet er unterschiedliche Lebensräume für Vögel und Insekten. Eingriffe in den Baumbestand werden auf ein Minimum reduziert. Strauchflächen und Bäume werden behutsam ergänzt. Das Regenwasser der befestigten Flächen wird vor Ort zu Gunsten der angrenzenden Vegetationsflächen versickert.
Das Carl-Herz-Ufer wird als Fahrradstraße umgebaut, um die Uferpromenade vom Fahrradverkehr zu entlasten und damit für den Fußverkehr zu verbessern. Voraussichtlich wird dies über ein Abschleifen des Kopfsteinpflasters geschehen. Das Carl-Herz-Ufer wird dabei zur Einbahnstraße, auch für den Rettungsverkehr vom Krankenhaus. Die KfZ-Stellplätze werden weitgehend entfallen; stattdessen sind auf der Seite der Wohnhäuser eine Entsiegelung und eine Fläche zur Versickerung von Regenwasser vorgesehen, außerdem ein barrierefreier Stellplatz sowie eine Lieferzone.
Die bisherige Planung zum Carl-Herz-Ufer kann aufgrund neu aufgetretener Anforderungen der Genehmigungsbehörden nicht wie zunächst geplant umgesetzt werden. Die Planungsziele bleiben jedoch bestehen. Die Planung ist hier noch in der Abstimmung.
An der Baerwaldbrücke werden neue Querungen den Fuß- und Radverkehr sicherer machen.
Wie das alles künftig aussehen soll, sehen Sie in Visualisierungen zur Entwurfsplanung in der folgenden Bildergalerie: