Gemeinsam für Unternehmen und Fachkräfte: 138. FKU-Unternehmer*innenstammtisch im Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg

Neben zahlreichen Unternehmer*innen waren auch Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann, Kathrin Klisch von der Wirtschaftsförderung und Stadträtin Regine Sommer-Wetter anwesend.

Wie profitieren Unternehmen von der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Arbeitsmarktpartnern? Beim 138. FKU-Unternehmer*innen-Stammtisch am 16. September wurde das auf der Dachterrasse des Jobcenters Berlin Friedrichshain-Kreuzberg anschaulich. 85 Teilnehmende folgten der Einladung des Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmervereins (FKU) und der bezirklichen Wirtschaftsförderung. Im Mittelpunkt standen die Arbeit des Regionalen Fachkräftebündnisses und die persönlichen Kontakte, die solche Kooperationen tragen.

Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann beim Unternehmerstammtisch

Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann, Kathrin Klisch, Leiterin der Wirtschaftsförderung, und FKU-Vorstandsmitglied Klaus Piegeler begrüßten die Gäste. Unter den Gästen war auch Regine Sommer-Wetter, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Arbeit, Bürgerdienste und Soziales. Jobcenter-Geschäftsführer Stephan Felisiak und seine Stellvertreterin Anita Leese-Hehmke empfingen das Netzwerk bereits zum vierten Stammtisch in ihrem Haus. Das erste gemeinsame Treffen liegt 18 Jahre zurück.

Der FKU-Unternehmer*innen-Stammtisch gehört zur langjährigen Zusammenarbeit von FKU und Wirtschaftsförderung. Unternehmen lernen hier die Ansprechpersonen in Verwaltung und unterstützenden Einrichtungen persönlich kennen. Zugleich erfahren die Partner unmittelbar, welche Fragen die Betriebe beschäftigen und wo sie Unterstützung benötigen.

Diese Verbindung prägt auch das Regionale Fachkräfte-Bündnis Friedrichshain-Kreuzberg, eine gemeinsame Initiative von FKU und Wirtschaftsförderung. Erstmalig in Berlin bündelt es die Expertise von inzwischen über 70 Partnern und macht sie für Unternehmen im Bezirk zugänglich. Das Jobcenter bringt sich als wichtiger Partner ein, unter anderem mit seinem Arbeitgeber-Service. Geschäftsführer Stephan Felisiak wirkt zudem im Beirat des Bündnisses mit.

Martin Knauft, Koordinator des Regionalen Fachkräfte-Bündnisses, stellte die bisherigen Ergebnisse vor: Im Durchschnitt nutzt alle drei Tage ein Unternehmen die Beratung und Expertise des Fachkräftebündnisses. Insgesamt wurden bereits 170 Unternehmen unterstützt, gut 40 davon intensiv begleitet.

Hinzu kommen 15 Veranstaltungen für Austausch, Wissenstransfer und Weiterbildung sowie sieben Digitalisierungsformate. Bei 15 weiteren Aktionen brachte das Bündnis rund 1.400 Jugendliche und Unternehmensvertretungen zusammen. Die Partner unterstützen bei betrieblichen Fragen, eröffnen Zugänge zur beruflichen Orientierung und schaffen Gelegenheiten, bei denen Unternehmen ihren Nachwuchs kennenlernen können.

Wie aus einem Netzwerkkontakt ein Ausbildungsplatz entsteht, schilderten Martin Knauft und Jennifer Lehmann-Rössler im Bühneninterview. Eine Unternehmerin aus Friedrichshain hatte sich an das Fachkräftebündnis gewandt, weil ihr Sohn Unterstützung bei der beruflichen Orientierung benötigte. Über die Elternsprechstunde wurde der Jugendliche begleitet. Dabei kamen neben seinem ursprünglichen Berufswunsch Immobilienkaufmann auch andere Ausbildungsberufe in den Blick.

Bei einem Digital-Salon der Digitalagentur Berlin und des Fachkräftebündnisses lernte Knauft anschließend Jennifer Lehmann-Rössler kennen. Ihr Unternehmen suchte noch einen Auszubildenden. Knauft stellte den Kontakt her. Mit Erfolg: Am 1. September begann der Jugendliche dort seine Ausbildung.

Das Beispiel zeigt, warum die Zusammenarbeit der Partner zählt. Die Elternsprechstunde unterstützte bei der Orientierung, der Digital-Salon brachte einen betrieblichen Bedarf ins Gespräch und das Netzwerk führte beide Seiten zusammen. Dafür müssen die Beteiligten voneinander wissen, Informationen austauschen und Kontakte gezielt weitervermitteln.

An diese Ergebnisse soll angeknüpft und die Arbeit des Regionalen Fachkräftebündnisses weitergeführt werden. Die bestehenden Verbindungen bieten dafür eine wichtige Grundlage: Unternehmen treffen auf Partner, die ihre Anliegen kennen und gemeinsam nächste Schritte ermöglichen.

Auch die frühe berufliche Orientierung war Thema des Abends. Clarissa Kugge von Berliner Schulpate stellte das Programm „Abenteuer Beruf“ vor und erläuterte, wie Unternehmen Kindern Einblicke in ihre Arbeitswelt geben können. Am Stand konnten Interessierte nachfragen. Das Team der Digitalagentur Berlin stand ebenfalls für Gespräche bereit.

Drei neue FKU-Mitglieder nutzten jeweils 60 Sekunden, um sich und ihre Arbeit vorzustellen: Marilena Chatziantoniou von Just-Go-For-It, Katharina Pech von der BRILLENkammer und Michael Metzger

Nach dem Bühnenprogramm setzte sich der Austausch auf der Dachterrasse bis spät in die Nacht fort. Der gemeinsame Stammtisch gab Unternehmen, Verwaltung und Netzwerkpartnern Zeit, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Beziehungen zu vertiefen – eine Grundlage für die weitere Zusammenarbeit im Bezirk.

Weitere Informationen zum Regionalen Fachkräftebündnis finden Sie auf https://fachkraefte.fku.berlin/

Dass das Thema für die Teilnehmer*innen eine hohe Relevanz hat, zeigte die anschließende Diskussion.

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