3. Digitalisierungsfrühstück in Friedrichshain-Kreuzberg: Digitale Souveränität – Wie abhängig sind unsere Unternehmen in Friedrichshain-Kreuzberg?

Dass das Thema für die Teilnehmer*innen eine hohe Relevanz hat, zeigte die anschließende Diskussion.

Dass das Thema für die Teilnehmer*innen eine hohe Relevanz hat, zeigte die anschließende Diskussion.

Am Mittwoch, den 02. September 2026 begrüßten gemeinsam die Wirtschaftsförderung Friedrichshain – Kreuzberg, Evelyn Schulz, das Regionalen Fachkräfte-Bündnis Friedrichshain-Kreuzberg, Martin Knauft und die DAB Digitalagentur Berlin Adam Wojtaczka die Unternehmer*nnen zum wieder gut besuchten 3. Digitalisierungsfrühstück im Gretel – Kaffeehaus & Frühstücksspezialitäten in Kreuzberg.

Digitale Abhängigkeiten im Unternehmensalltag

Was passiert, wenn ein Cloud-Anbieter plötzlich die Preise erhöht, Leistungen verändert oder unklar bleibt, wer auf Unternehmensdaten zugreifen kann?
Rund 25 Unternehmerinnen und Unternehmer diskutierten nicht nur diese drängende Frage.

Kevin Hofius, machte schnell deutlich, wo Abhängigkeiten im Unternehmensalltag entstehen: bei Cloud-Diensten, Softwarelösungen und Plattformen, ohne die viele betriebliche Abläufe kaum noch funktionieren. Komfort und Effizienz haben dabei ihren Preis. Wer Anbieter kaum wechseln, Daten nicht problemlos übertragen oder Vertragsänderungen nur hinnehmen kann, verliert Handlungsspielraum. Zudem wurde anschließend aufgezeigt, wie Betriebe ihre Systeme prüfen, Alternativen sichern und sich Wechselmöglichkeiten offenhalten können.

Bei einem gemeinsamen Frühstück tauschten sich die Teilnehmer*innen aus

Bei einem gemeinsamen Frühstück tauschten sich die Teilnehmer*innen aus

DSGVO neu gedacht: Datenschutz als Stärke

Wie sehr das Thema die Unternehmen beschäftigte, wurde in der anschließenden Diskussion deutlich. Überraschend viel Zustimmung bekam dabei eine alte Bekannte: die DSGVO. Was viele Unternehmen bei ihrer Einführung vor allem mit zusätzlichem Aufwand verbanden, erschien nun aus einer anderen Perspektive: Europäische Datenschutzstandards setzen klare Regeln für den Umgang mit personenbezogenen Daten und stärken damit auch die Kontrolle über betriebliche Prozesse.

Dabei standen vor allem drei Fragen im Raum: Wo können Unternehmen ihren Handlungsspielraum vergrößern? Wann lohnt sich ein Anbieterwechsel? Und wie viel digitale Unabhängigkeit braucht ein Unternehmen überhaupt? Dabei blieb es nicht nur bei der Theorie, sondern es schäfte den Blick auf die eigenen Systeme und Anbieter.

Die Wirtschaftsförderung unterstützt auch weiterhin dieses Format.