Die 22 „Schimpansen“ warten bereits gespannt auf die willkommene Abwechslung zum Unterricht und spielen bereits mit den Schleichtieren, Playmobilmännchen und anderen kleinen Spielzeugfiguren. Eines der Mädchen kann es kaum erwarten, ihre Fragen zu stellen: „Warum sollten wir keine grünen Figuren mitbringen?“ Die Antwort wird sich später in der Arbeit mit dem kleinen Greenscreen finden.
„Erstmal geht ihr euch bitte alle die Hände waschen“, bittet Anne Ludwig die Klasse. Währenddessen verbinden die Medienpädagog*innen eines ihrer Tablets mit dem Smartboard. Nachdem alle Kinder mit sauberen Fingern zurück sind, beginnt Anne Ludwig mit ihrem Programm: „Wir arbeiten zwar in der Bibliothek, haben aber gar nichts mit Büchern zu tun, sondern machen spannende Medienprojekte mit Tablets.“
Die Kinder werden heute mithilfe der Tablets und zwei Apps eine Fotostory erstellen. „Wer von euch liest denn gern Comics?“ Der Großteil der Hände geht nach oben. Für alle Kinder fasst die Bibliotheksmitarbeiterin das Wichtigste zu Comics nochmal zusammen: In welcher Reihenfolge werden die Panels gelesen? Wie sieht eine Denkblase aus und wie eine Sprechblase? Wofür sind die Bildtexte wichtig? Was braucht man für eine spannende Geschichte? Und wie viele Figuren innerhalb einer Geschichte sind sinnvoll? „Die Hauptfigur muss etwas Besonderes erleben. Wenn es zu alltäglich ist, wollen die Leute das eher nicht lesen. Aber wir wollen ein Happy End.“ Mord, Totschlag und Pipi-Kaka-Witze sind ausgeschlossen. „Wenn das eure Ideen waren, dann finden wir zusammen etwas Neues.“